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Antisemitismus-Opfer Philipp Auerbach – Der unerwünschte Nazi-Jäger

Alle wollten vergessen, er verlangte Gerechtigkeit: Im Nachkriegs-Deutschland kämpfte Philipp Auerbach wie kein zweiter für die Entschädigung von NS-Opfern. Politiker und Medien beschimpften ihn – ein ehemaliger Nazi-Richter verurteilte den Juden in einem unfairen Prozess. Die Hetze endete tödlich. Von Christoph Sydow

Philipp Auerbach
Der Querulant: Philipp Auerbach kämpft wie kein zweiter für die Entschädigung von Opfern des Nazi-Regimes. Vielen Deutschen ist er damit ein Dorn im Auge. Auch die Politik wendet sich bald von ihm ab, besonders Bayerns Justizminister Josef Müller bekämpft ihn rücksichtslos. 1952 wird Auerbach in einem umstrittenenen Prozess zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Kurz darauf nimmt er sich das Leben.

Philipp Auerbach war kein sympathischer Mensch. Selbst Leute, die es gut mit ihm meinten, bezeichneten ihn als cholerisch, machtgierig, selbstherrlich. Aber andererseits auch als hilfsbereit, gutmütig und selbstlos. Viele Deutsche verachteten ihn schlicht: Denn in den ersten Nachkriegsjahren war Auerbach der Stachel im Fleisch der jungen Republik. Während die meisten Deutschen die Verbrechen während der zwölfjährigen Nazi-Diktatur einfach nur vergessen wollten, drängte er wie kein zweiter auf eine Wiedergutmachung für die NS-Opfer und eine rücksichtslose Verfolgung der Täter. 

Auerbach gehörte als Jude selbst zu denen, die unter den Nazis eingesperrt waren und jahrelang in Todesangst auf ihre Freilassung hoffen mussten. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Doch nach seiner Befreiung 1945 wurde Auerbach nicht wie erhofft mit Jubelrufen, sondern bestenfalls mit Gleichgültigkeit, oft auch mit Hass empfangen. Denn er vertrat all jene, die jeden Tag die Deutschen an ihre Mitschuld an den Verbrechen des Nazi-Regimes erinnerten. 

Seine Mission: Wiedergutmachung für die Opfer des NS-Regimes und die juristische Verfolgung von Alt-Nazis. Dieses Ziel vertrat er in verschiedenen Ämtern, zuletzt als bayerischer Staatskommissar für rassisch, religiös und politisch Verfolgte und als Präsident des Landesentschädigungsamtes in München. 

Auerbach war kein Mann der Kompromisse, kein Versöhner, manchmal handelte er am Rande der Legalität. Er verlangte nicht nur Entschädigung für jüdische NS-Opfer, sondern ausdrücklich auch für die im Nachkriegsdeutschland noch immer diskriminierten Homosexuellen sowie für Sinti und Roma. Mit dieser Haltung machte er sich auch bei jüdischen Interessengruppen Feinde. 

Viele Deutsche hatten kein Verständnis für Auerbach 

Auerbach forderte für jeden ehemaligen KZ-Häftling eine Entschädigung von zehn Mark pro erlittenem Hafttag. Dafür sollte das Raubgut der Nazis unter den Opfern des “Dritten Reiches” verteilt werden. Daraufhin erhielt er zahlreiche antisemitische Schmähbriefe, in denen den Überlebenden des Nazi-Regimes pauschal Gier und Rachsucht vorgeworfen wurden. 

Denn in den ersten Nachkriegsjahren, als viele deutsche Städte in Trümmern lagen und die Not groß war, sahen fast alle Deutsche sich selbst als Opfer der Nazi-Zeit. Sie mussten mit den Folgen der Kriegsniederlage leben. Für Auerbachs Haltung fehlte ihnen fast jedes Verständnis.

Der verteidigte in einem Gastbeitrag im SPIEGEL 1947 seine Forderungen: “Während wir im Kampf um unsere Idee gegen den Hitler-Terror kämpften und unser Leben aufs Spiel setzten, misshandelt, verkrüppelt und tyrannisiert wurden, haben große Teile von ihnen in Ruhe ihrer Beschäftigung nachgehen können oder sogar in Amt und Würden gestanden und von dem System Nutzen gezogen, das wir bekämpften. Sie hatten bis die Bomben einschlugen, ihre Wohnung, ihr Heim.” 

In der deutschen Presse erschienen inzwischen wieder offen antisemitische Leserbriefe wie dieser von einem “Adolf Bleibtreu”, der im August 1949 in der “Süddeutschen Zeitung” schrieb: “Geht doch nach Amerika, aber dort können sie Euch auch nicht gebrauchen, sie haben genug von diesen Blutsaugern”, pöbelte der Mann. Und fuhr fort, er sei “beim Ami beschäftigt”, und habe d
ort gehört, dass sie den Deutschen alles verziehen, außer dass sie nicht alle Juden vergast hätten. Denn nun würden sie Amerika beglücken. 

Häme für den “Cäsar der Wiedergutmachung” 

Auch seine Jagd nach Alt-Nazis brachte Auerbach Ärger ein: Die junge Bundesrepublik benötigte ehemalige Vertreter des NS-Regimes für den Aufbau ihres Verwaltungsapparats, und auch die US-Militärbehörde zeigte kein wirkliches Interesse an einer Aufarbeitung des Unrechts während der Nazi-Zeit. Sie brauchte stabile deutsche Institutionen angesichts des aufziehenden Kalten Krieges und der Konfrontation mit dem neuen Feind Kommunismus. Schnell wurde klar: Der unbequeme Nazi-Jäger musste weg. 

Bereits 1949 stellte der CSU-Gründer und bayerische Justizminister Josef Müller einen Staatsanwalt eigens dafür ab, belastendes Material gegen Auerbach zu sammeln. Im Januar 1951 durchsuchte die Polizei das von Auerbach geleitete Landesentschädigungsamt. Zehn Wochen lang besetzte die Beamten die Münchener Behörde, Entschädigungsanträge wurden in dieser Zeit kaum noch bearbeitet. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Das Amt sollte mit Hilfe gefälschter Dokumente mehrere 100.000 Mark an Wiedergutmachungsgeldern erschlichen haben. Viele Deutsche fühlten sich dadurch in ihrem antisemitischen Vorurteil bestätigt, dass Juden zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil lügen und betrügen.

Journalisten und Politiker bedienten diese Vorurteile. Manche ganz offen, bei anderen schlichen sich weit verbreitete Ressentiments in Nebensätzen ein. So erwähnte etwa der SPIEGEL im Februar 1951 in einem Artikel über Auerbachs Tätigkeit als Präsident des bayerischen Landes-Entschädigungsamtes ganz nebenbei “Juden, denen KZ-Haft und Tod zahlloser Angehörigen den Maßstab gesetzlicher Notwendigkeit getrübt hatten”. Bayerns Justizminister Müller, der mehr und mehr zu Auerbachs erbittertstem Gegenspieler wurde, geht noch einen Schritt weiter. Er sagte, er könne nicht zusehen, dass Bayern von einem jüdischen „König“ regiert werde. Außerdem machte er Auerbachs Verhalten für den wachsenden Antisemitismus im Nachkriegsdeutschland verantwortlich. 

Am 10. März hatte die Staatsanwaltschaft offenbar genügend belastendes Material gesammelt: Die bayerische Polizei nahm Auerbach auf der Autobahn fest, als dieser von einer Dienstreise aus Bonn zurückkehrte. Nach 13 Monaten in Untersuchungshaft begann im April 1952 der Prozess gegen ihn und drei Mitangeklagte, darunter den bayerischen Landesrabbiner Aaron Ohrenstein. Die Anklageschrift war Ausdruck der pedantischen Ermittlungsarbeit. Sie warf Auerbach Erpressung, Untreue, Betrug, Bestechung, Abgabenüberhebung, Amtsunterschlagung, Angabe falscher Versicherung an Eides statt und die unbefugte Führung eines akademischen Grades vor. 

Keine Chance auf einen fairen Prozess 

Schon vor dem Prozess erreichten die Behörden zahllose antisemitische Briefe. So schrieb ein anonymer Absender: “Ehrliche Arbeit scheut der Jude.” Und hetzte weiter: Das Deutsche Volk habe seit Jahren in Erfahrung bringen müssen, dass bei Staatlichen- und Kommunalen-Behörden, wo Unterschlagungen und Betrügereien vorgekommen sind, stets Juden an den maßgebenden Stellen die Betrüger waren. Am Ende seiner Tirade foderte er gar: “Raus mit den Juden aus Deutschland!” 

Prozesseröffnung
Prozess: Am 16. April 1952 beginnt am Landgericht München das Verfahren gegen Auerbach (mit Verteidiger Josef Klibansky und dem Mitangeklagten Berthold Konirsch, v.r.n.l.) Die Angeklagten haben keine Chance auf ein faires Verfahren, denn Richter, Staatanwalt und Sachverständige sind ehemalige Nazis.


Als der Angeklagte am 16. April 1952 erstmals auf der Anklagebank Platz nahm, saß ihm eine Riege ehemaliger NS-Juristen gegenüber: Richter Josef Mulzer war nicht nur ein ehemaliger Kanzleikollege von Auerbachs Gegenspieler Müller; er war auch Oberkriegsgerichtsrat im “Dritten Reich”. Ein Beisitzer war Ex-SA-Mitglied, ein weiterer Beisitzer, die Staatsanwälte und der psychiatrische Sachverständige waren Mitglieder der NSDAP. Ganz unbefangen erwähnte der Richter, dass Auerbach “eine arische Ehefrau habe”, und als der Verteidiger daran erinnerte, dass sein Mandant Jahre im KZ interniert war, entgegnete Mulzer lapidar, dass er selbst auch in sowjetischer Kriegsgefangenschaft gesessen hatte. 

Unstrittig war, dass Auerbach unberechtigterweise einen Doktortitel führte. Doch weit schwerer wiegende Anklagepunkte brachen in sich zusammen, weil Zeugen Auerbach entlasteten und Belastungszeugen frühere Aussagen zurücknahmen. Wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustands wurde der 45-Jährige aus der Untersuchungshaft entlassen und durfte zur Behandlung in ein Sanatorium. Justizminister Müller musste noch während des Prozesses zurücktreten, weil er eigenmächtig einen Staatsanwalt jahrelang gegen Auerbach ermitteln ließ. 

Dennoch verurteilte das Gericht Auerbach am 14. August 1952 zu zweieinhalb Jahren Haft und 2700 Mark Geldstrafe. Seine Vergehen: unberechtigtes Führen eines akademischen Grades, zwei falsche eidesstattliche Erklärungen, ein Erpressungsversuch, Bestechung in drei und Untreue in vier Fällen. Den Hauptanklagepunkt – die angebliche Veruntreuung von Entschädigungsgeldern – hatten die Richter fallengelassen. 
Abschiedsbrief
Abschiedsbrief: Auf der Rückseite seiner Gerichtsvorladung hinterlässt Auerbach vor seinem Selbstmord seine letzten Worte: 

Nicht aus Feigheit, nicht aus einem Schuldbekenntnis heraus handle ich, sondern weil ein Glaube an das Recht für mich nicht mehr besteht und ich meinen Freunden und meiner Familie nicht weiter zur Last fallen will. Ich bin unschuldig verurteilt in Falle Diekow und in den Fällen Hönig/Ohnsorg. Auch im Fall Lehrer hat man mir unrecht getan. Ich habe mich niemals persönlich bereichert und kann dieses entehrende Urteil nicht weiter ertragen. Ich habe bis zuletzt gekämpft, es war umsonst. Ich danke meinen Verteidigern Dr. Panholzer und Rechtsanwalt Klibansky. Mein Blut komme auf das Haupt der Meineidigen. Dr. Auerbach, 14.8.52

Proteste bei der Beerdigung 

Doch der Urteilsspruch und die antisemitische Hetzkampagne hatten Auerbach gebrochen: Zwei Tage später nahm er sich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben. In seinem Abschiedsbrief schrieb er: „Ich habe mich niemals persönlich bereichert und kann das entehrende Urteil nicht weiterhin ertragen. Ich habe bis zuletzt gekämpft – umsonst … Mein Blut komme auf das Haupt der Meineidigen.“ 

Bei der Beerdigung auf dem Jüdischen Friedhof in München am 18. August 1952 folgten Tausende dem Sarg des Verstorbenen. Am Rande des Trauerzugs kam es zu Tumulten, als Demonstranten ein Transparent mit dem Schriftzug enthüllten: „Bist Du nun zufrieden, Josef Müller?“ Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. 

Doch es war nur eine Minderheit, die auf Seiten Auerbachs stand: Die bayerische Landpolizei schrieb in einem Bericht über die Beisetzung: “Das Urteil im Auerbach-Prozess wird im Volke allgemein als gerecht, vielfach aber auch (…) als zu milde empfunden. Der Selbstmord Auerbachs sei zwar mit Überraschung, aber ohne besondere Erschütterung zur Kenntnis genommen und als Schuldbekenntnis gewertet worden.” 

Zwei Jahre später wurde Auerbach von einem Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags vollständig rehabilitiert. Auf seinem Grabstein steht heute: “Helfer
der Armen, Opfer seiner Pflicht”. 

Wasserwerfer
Tumulte: Am Rande von Auerbachs Beerdigung kommt es zu Unruhen. Die Demonstranten machen Justizminister Müller für das Gerichtsurteil und den Selbstmord des Verurteilten verantwortlich. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein.


Quelle: einestages, spiegel 30.1.2013

Kurt Lichtenstein – Jude & Kommunist, von Grenzer erschossen

Jude – Kommunist – Deutscher: Als der Journalist Kurt Lichtenstein zwei Monate nach dem Mauerbau an der innerdeutschen Grenze erschossen wurde, machte ihn die westdeutsche Politik zum “Blutzeugen” der deutschen Teilung. Den Behörden aber blieb das ehemalige KPD-Mitglied bis zuletzt suspekt. Von Solveig Grothe

Geschwister Lichtenstein
Geschwister Lichtenstein: Kurt Lichtenstein mit seiner Schwester Elfriede um 1930. Elfriede Lichtenstein wurde später in Auschwitz ermordet. Bundesdeutsche Behörden lehnten es zu Lichtensteins Lebzeiten ab, ihn für das erlittene Leid der Familie im Holocaust zu entschädigen.

Aus allen Teilen der Bundesrepublik waren die Trauergäste am 26. Oktober 1961 nach Dortmund gekommen. Auf dem Hauptfriedhof versammelten sich unzählige Journalisten und Gewerkschaftsvertreter; Wirtschaftskreise und die politischen Parteien hatten Blumen und Kränze geschickt. Der Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Ernst Lemmer (CDU), war persönlich erschienen, um dem Toten, dessen umrahmtes Bild in einem Blumenmeer auf dem Katafalk stand, die letzte Ehre zu erweisen. 

Das Foto zeigte den Journalisten Kurt Lichtenstein, der am 12. Oktober 1961 “in Ausübung seines Berufes”, wie der Trauerredner betonte, an der niedersächsischen Zonengrenze nordöstlich von Wolfsburg von DDR-Grenzern erschossen worden war. In Regierungserklärungen und Zeitungen war von der “Empörung und Abscheu” ob dieser Tat zu lesen. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Herbert Wehner würdigte Lichtenstein als “Blutzeugen” dafür, was “diesem geplagten deutschen Volk und diesem geplagten Land noch immer angetan” werde. 

Der “Blutzeuge”, dessen Tod die bundesdeutsche Öffentlichkeit so sehr bewegte und in dessen schrecklichem Schicksal führende Politiker das “gesamtdeutsche Leid” infolge der deutschen Teilung verkörpert sahen, war der gleiche Kurt Lichtenstein, der bis zu seinem Tod vergeblich mit bundesdeutschen Behörden darum gerungen hatte, für sein als Jude in Deutschland erlittenes Leid – seine Eltern und seine Schwester waren von den Nationalsozialisten ermordet worden – entschädigt zu werden. 



 

Eingesperrt und ausgegrenzt: Lesen Sie hier die Geschichten der Menschen, deren Leben der Mauerbau für immer veränderte! 



Was die unerwartete Aufmerksamkeit auf die Person Lichtensteins lenkte, waren Zeitpunkt und Umstände seines Todes: Erst am 13. August 1961, also zwei Monate zuvor, hatte der Osten seine Grenzen abgeriegelt. Der Mauerbau in Berlin stand nicht nur symbolhaft für die Teilung der Stadt sondern ganz Deutschlands. Und Lichtenstein war das erste Opfer an dieser innerdeutschen Grenze. Er war zudem auch der erste Mensch, der aus Richtung Westen kommend unter Beschuss geraten war. Mitten im Kalten Krieg machte dieser Vorfall aus einem Mann, der jahrelang wenig erfolgreich nach seinem Platz in der Bundesrepublik gesucht hatte, plötzlich einen “Helden der freien Welt”, wie es seine Witwe s
päter ausdrückte. 

Das Erstaunlichste an diesem Fall: Leben und Tod Lichtensteins schienen den ganzen Wahnwitz und die Irrungen des 20. Jahrhunderts zu bündeln. Denn als wäre der zwiespältige Umgang mit dem jüdischen auf der einen, und demdeutschen Schicksal des Kurt Lichtenstein auf der anderen Seite nicht schon seltsam genug, gab es noch eine andere Absurdität: “Lichtensteins Leben endete an der Grenze jenes Staates, für dessen Existenz er jahrzehntelang gekämpft hatte”, wie sein Biograf Rainer Zunder schrieb. Gemeint war die DDR. Seit jeher hatte Lichtenstein vom Aufbau des Sozialismus in Deutschland geträumt. Zunders Buch erschien mehr als 30 Jahre nach Lichtensteins Tod. Zu diesem Zeitpunkt, 1993, war der Todesfall juristisch noch immer nicht abgeschlossen. 

Aufbruch zur Grenze 

Am 9. Oktober 1961 hatte sich der 49-jährige Dortmunder, Chefreporter der “Westfälischen Rundschau”, morgens von seiner Frau und den beiden Töchtern verabschiedet und war mit seinem brandneuen roten Ford Taunus zu einer Recherchereise aufgebrochen. Zwei Monate, nachdem die DDR mit dem Mauerbau und der hermetischen Abriegelung der deutsch-deutschen Grenze begonnen hatte, wollte er “eine umfangreiche Reportage über das Leben an und mit der Grenze, über auseinandergerissene Dörfer und Familien, über Volkspolizei und Nationale Volksarmee drüben und Bundesgrenzschutz hüben” schreiben, wie sich seine Frau erinnert. 



50 Jahre Mauerbau – Alle Artikel, Hintergründe und Fakten 



Aus Richtung Lübeck kommend, so ergab die polizeiliche Rekonstruktion später, war er drei Tage darauf gegen 11.30 Uhr an einer Straßensperre eingetroffen, die das Dörfchen Zicherie im Westen von Böckwitz im Osten trennte. Bei einem westdeutschen Zollassistenten erkundigte sich der Reporter, ob man die Straße nach Kaiserwinkel – parallel zur Zonengrenze – risikolos befahren könne. Als dieser bejahte, machte er sich auf den Weg. 

Nach rund zwei Kilometern stoppte er seinen Wagen auf dem Seitenstreifen. Mit dem Fotoapparat in der Hand stieg er aus, überquerte den trockengelegten Graben, der die Grenzlinie markierte, und lief über den geeggten, zehn Meter breiten Kontrollstreifen geradewegs auf eine Menschengruppe zu, die mit Maschinen und Traktor damit beschäftigt war, Kartoffeln zu ernten. Zäune und Minenfelder gab es damals noch nicht, die Lichtenstein hätten aufhalten können. Die Handzeichen der Feldarbeiter, die ihm signalisieren wollten, dass er verschwinden möge, nahm er offenbar nicht wahr oder ignorierte sie. Möglicherweise verhinderte auch der Motorenlärm, dass er verstand, was man ihm zurief. 

Rückweg abgeschnitten 

Zur Umkehr entschloss sich Lichtenstein offenbar erst, nachdem er den Grenzposten bemerkt hatte, der am Kontrollstreifen entlanglief, um ihm den Rückweg abzuschneiden. Schüsse fielen und die Menschen auf dem Feld sahen, wie der Reporter die Arme in die Höhe riss, wankte und schließlich Richtung Graben stürzend zusammenbrach. DDR-Grenzer und ein herbeigeeilter Treckerfahrer versuchten wenig später, die Wunden des an Bein und Oberkörper Getroffenen notdürftig zu versorgen, bevor sie ihn schließlich ins Hinterland zogen. Am späten Nachmittag des gleichen Tages starb Lichtenstein im Krankenhaus der nahegelegenen Kleinstadt Klötze. 

Seine Leiche wurde daraufhin in die Bezirksstadt Magdeburg transportiert – und eingeäschert. Ein Telegramm kündigte der Witwe am 18. Oktober die postalische Zusendung der Asche an. Zur anberaumten Trauerfeier – mehr als eine Woche später – kam die Urne dann allerdings nicht pünktlich. 

Während der Osten den Fall des “Grenzverletzers” auf seine Weise propagandistisch ausschlachtete und Lichtenstein einen “Provokateur” schimpfte, nutzte der Westen den Anlass für eine Verurteilung des “mörderischen” kommunistischen Regimes. Der “Mord”-Vorwurf entsprang dabei wohl vor allem der aufgeheizten Stimmung, die zu diesem Zeitpunkt zwischen den Machtblöcken herrschte. 

Abgesehen davon b
egleiteten den Fall auch Spekulationen, ob Lichtenstein nicht tatsächlich gezielt liquidiert worden war. Schließlich war er mit einigen Mitgliedern des SED-Regimes persönlich bekannt: Mit Erich Honecker etwa, dem ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen und damit Koordinator des Mauerbaus, hatte Lichtenstein 1934/35 im Kommunistischen Jugendverband des Saarlandes gearbeitet. Lichtensteins Frau Gertrud hatte mit Erich Mielke, nunmehr Ulbrichts Minister für Staatssicherheit, in den dreißiger Jahren zusammen die Moskauer Leninschule besucht. 

Parteiverfahren gegen Lichtenstein 

1931 war Lichtenstein in die KPD eingetreten, hatte für sie im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft und – obwohl Jude – illegal und als Fremdarbeiter getarnt in Nazi-Deutschland gearbeitet. Nach dem Krieg engagierte er sich weiter für die Partei, saß im Nordrhein-westfälischen Landtag. Zum Bruch kam es erst, nachdem er selbst wegen seiner kritischen Haltung gegenüber dem dogmatischen, Moskau hörigen KPD-Vorsitzenden Max Reimann in die Mühlen der parteiinternen stalinistischen Säuberungen geriet: Etwa zur selben Zeit, da der stalinistische SED-Flügel um Walter Ulbricht im Osten Schauprozesse gegen sogenannte Abweichler initiierte, gab es in der KPD im Westen ein Parteiverfahren gegen Lichtenstein, das er trotz versicherter Treue zur Partei und einem verzweifelten Besuch beim Ostberliner SED-Zentralkomitee nicht zu seinen Gunsten beeinflussen konnte. Es endete 1953 mit seinem Ausschluss. 

Nach dem Rausschmiss aus der Partei, verbunden mit dem Verlust seiner Ämter und Einkünfte, versuchte Lichtenstein jahrelang, als Journalist in der Bundesrepublik Fuß zu fassen. Obwohl längst nicht mehr Mitglied in der dort 1956 verbotenen KPD haftete ihm seine politische Vergangenheit weiter an – selbst noch, nachdem er 1956 in die SPD eingetreten war und zwei Jahre später eine Anstellung bei der SPD-eigenen “Westfälischen Rundschau” erhalten hatte. Weil er zum Stichtag 23. Mai 1949 noch Mitglied der kommunistischen Partei gewesen war und deren “antidemokratischen Ziele” unterstützt habe, wurde sein Anspruch auf “Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung” abgelehnt. Dass Lichtensteins Eltern rassisch Verfolgte waren, deportiert wurden und im KZ umkamen, bezweifelten die Behörden indes nicht. 

Nur vier Wochen nach Lichtensteins aufsehenerregendem Tod an der deutsch-deutschen Grenze hatte sich die Haltung der Behörden offenbar gewandelt: Die Witwe erhielt die Nachricht, dass sich das Entschädigungsamt nunmehr bereiterklärt habe, die “rechtlichen Bedenken, die einer Entschädigungsleistung entgegenstanden, aufzugeben”. 

Der Prozess 

Auf ein juristisches Urteil zum Tod ihres Mannes sollte die Witwe allerdings noch 36 Jahre warten. 1997 verhandelte das Landgericht Stendal die Todesschüsse auf den westdeutschen Journalisten. Anhaltspunkte dafür, dass man es gezielt auf Lichtenstein abgesehen hatte, fanden sich auch in der erst Mitte der neunziger Jahre ausgewerteten Stasi-Akte nicht. Das Gericht sah es als ebenso wenig erwiesen an, dass die beiden angeklagten Schützen vorsätzlich gehandelt hatten – und sprach die früheren DDR-Grenzsoldaten frei. Daran, dass sie die Schüsse abgegeben hatten, die zum Tode führten, zweifelte es nicht. 

Lichtenstein sei, so die Erklärung, offenbar auf einen “besonders scharfgemachten Posten” getroffen. Etwa eine Woche zuvor hatte die DDR-Regierung die zunächst sehr restriktiven Vorgaben für den Schusswaffengebrauch gelockert: Nach Zuruf und Warnschuss durften nun Waffen auch gegen Flüchtende angewandt werden, sofern eine Festnahme anders nicht möglich war. 

Noch einen Tag bevor Lichtenstein in Zicherie eintraf, war es dem Treckerfahrer einer Kartoffelernte-Brigade gelungen, in den Westen zu fliehen. Die Truppe, die der Reporter Lichtenstein am 12. Oktober 1961 fotografieren wollte, stand daher unter besonderer Bewachung. Der Kompaniechef hatte den Wachposten eingeschärft: “Keiner darf durchkommen.” Womöglich hatte er damit Lichtensteins Urteil gefällt. 
Familienfeier
Familienvater: Kurt Lichtenstein sitzt im Dezember 1958 mit seinen Töchtern Elfriede und Susanne beim Adventskaffee zusammen. Am Morgen des 9. Oktober 1961 sahen die beiden Mädchen ihren Vater zum letzten Mal.



Zum Weiterlesen: 

Rainer Zunder: “Erschossen in Zicherie”. Dietz Verlag, Berlin 1993, 263 Seiten.


Quelle: Solveig Grote, einestages, Spiegel 3.8.2011

Juden in der DDR: Flucht aus dem besseren Deutschland

Erst wurde er verhört, dann organisierte er den Exodus: Vor 60 Jahren verhalf der SED-Volkskammerabgeordnete Julius Meyer Hunderten Juden zur Flucht nach West-Berlin. Er hatte sich in der DDR vor Verfolgung sicher gefühlt – ein Trugschluss. Von Wolfgang Brenner

Julius Meyer
Die Häftlingsnummer: 1943 war Julius Meyer von den Nazis verhaftet und ins KZ gebracht worden. Nach seiner Zeit in Auschwitz und Ravensbrück hatte er auf ein besseres Leben in der DDR gehofft. Doch es kam anders.

Viele von denen, die Nationalsozialismus und Krieg überlebt hatten, hielten die DDR für das bessere Deutschland. Ein antifaschistischer Staat, gegründet unter anderem von Menschen, die unter Hitler im KZ gesessen hatten. Ein solcher Staat musste ein guter Ort sein. Erst recht für Juden. 

So ähnlich wohl dachte der Jude Julius Meyer. Die Nazis hatten ihn 1943 verhaftet, sie hatten ihn erst nach Auschwitz und dann nach Ravensbrück geschickt. Dem Holocaust entronnen, glaubte er an einen Neuanfang auf deutschem Boden. In Ost-Berlin übernahm er den Vorsitz der sich langsam wieder formierenden jüdischen Gemeinde, nach der Gründung der DDR wurde er dort Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden und saß für die SED in der Volkskammer. 

Dass es nach dem Tod von Millionen Juden je wieder antisemitische Kampagnen in einem deutschen Staat geben könnte, konnte sich Julius Meyer nicht vorstellen. Erst recht nicht auf dem Territorium der DDR. Ein fataler Trugschluss. 

Es sollte nicht lange dauern, da wusste Julius Meyer, dass er in Ostdeutschland nicht mehr sicher war. Er nicht, und auch nicht die wenigen hundert Glaubensbrüder und -schwestern, die dort noch lebten. 

Israelische Delegation
Verdächtig: Julius Meyer (2. von links) hatte etliche internationale Kontakte. Die Aufnahme zeigt ihn 1951 mit einer israelischen Gewerkschaftsdelegation in Ost-Berlin. Die stalinistische DDR-Führung sah darin ein Indiz dafür, dass Meyer vom Ausland gesteuert sein könnte.



Verhör durch die eigene Partei 

Anfang 1953 wurde der Volkskammerabgeordnete Meyer von der SED vor die Zentrale Parteikontrollkommission bestellt. Wirklich überraschen konnte ihn das nicht. In der Partei hatte er sich über die Jahre Feinde gemacht, weil er mit Nachdruck für ein Gesetz eingetreten war, das den Opfern des Faschismus eine Wiedergutmachung sichern sollte. 

Ein Anliegen, das er etwa mit dem SED-Funktionär Paul Merker teilte, das die Parteiführung um Walter Ulbricht aber ablehnte, weil sie auf der Position beharrte, dass die Kommunisten nicht schuld am Nationalsozialismus gewesen seien und deshalb auch nicht dessen Erbe zu tragen hätten. Dafür, dass sich die Genossen eigentlich dem Antifaschismus verschrieben hatten, gebrauchten sie in ihrer diesbezüglichen Stellungnahme 1952 allerdings eine bemerkenswerte Formulierung: “Von jüdischen Kapitalisten zusammengeraubte Kapitalien” seien kein Gegenstand der Wiedergutmachung. 

Meyers Befragung dauerte mehrere Stunden. Was ihn dabei am meisten verunsicherte, waren die bohrenden Fragen nach seinen Verbindungen zu einer amerikanischen Hilfsorganisation, dem American Jewish Joint Distribution Comittee, kurz: Joint. Gegründet 1914, um im Krieg bedrohte Glaubensbrüder in Europa zu unterstützen, hatte sich Joint während der Nazi-Zeit um verfolgte Juden gekümmert, Ausreisemöglichkeiten sondiert und sogar Pakete nach Theresienstadt geschickt. Nach dem Krieg war sie die wichtigste Hilfsorganisation für die Überlebenden des Holocaust in Europa und schickte Care-Pakete in die DDR. 

Als Meyer nach der Befragung endlich gehen durfte, wartete
ein sowjetischer Offizier auf ihn. Auch er wollte von Meyer mehr über dessen Verbindungen zu Joint erfahren. Der Offizier ging dabei offenbar einem konkreten Verdacht nach: Er mutmaßte, dass die jüdischen Gemeinden im Ostblock über die Hilfsorganisation politische Anweisungen aus den USA bekämen. 

Heinz Galinski und Flüchtlinge
Hilfe im Westen: Heinz Galinski, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Berlin, unterstützte vom Westteil der Stadt aus die Flucht der Juden aus der DDR. Mit ihm zusammen hatte Julius Meyer einen Evakuierungsplan entworfen. Das Foto zeigt Galinski im Februar 1953 mit jüdischen Flüchtlingen aus der DDR in seinem Büro.

Ärzteverschwörung in Moskau 

Ernsthaft besorgt war Meyer schließlich, als er am 13. Januar 1953 von einer ungewöhnlichen Meldung erfuhr, die die sowjetische Nachrichtenagentur TASS verbreitete: Sowjetische Behörden hatten eine Verschwörung einflussreicher Ärzte des Kreml-Krankenhauses aufgedeckt und die Rädelsführer verhaftet. Diese Mediziner hätten ihre exponierte Position dazu genutzt, kommunistische Funktionäre durch falsche Behandlungsmethoden zu ermorden. TASS veröffentlichte sogar die Namen zweier prominenter Opfer der angeblichen Ärztebande: der bei sowjetischen Künstlern gefürchtete Stalin-Vertraute Andrej Schdanow und Politbüromitglied Alexander Schtscherbakow. Beide waren schon seit einigen Jahren tot. 

Von den sieben inhaftierten Ärzten waren vier Juden, die drei anderen wurden als “verkappte Juden” bezeichnet. Angeblich hatten sie Verbindungen zu Joint. Deren Unterorganisation in der Sowjetunion hatte Stalin schon 1938 verboten, die Helfer aus dem Land geworfen, nachdem sich diese enteigneten jüdischen Händlern angenommen hatten. Nun, 1953, beschuldigte Stalin die Hilfsorganisation offen der Spionage. 

Die verhafteten Professoren, so verlautete alsbald, hätten zugegeben, die Ermordung Stalins und seiner Helfer geplant zu haben. Eine landesweite Kampagne machte Stimmung gegen Juden. In der gesamten Sowjetunion weigerten sich die Menschen, sich von jüdischen Ärzten behandeln zu lassen. Vereinzelt kam es zu Übergriffen. Der Prozess wegen der sogenannten Ärzteverschwörung war für März anberaumt. 

Gedenksteinenthüllung auf dem jüdischen Friedhof
Kränze für die Toten, Diffamierungen für die Lebenden: Offiziell gab sich die DDR als antifaschistisch und nach dem Terror des Nationalsozialismus als der “bessere deutsche Staat”. Wie etwa bei der Enthüllung dieses Mahnmals am 23. April 1950 für die von den Nazis ermordeten jüdischen Menschen auf dem Friedhof in Berlin-Weißensee. Unter den Vertretern des Staates war damals auch Staatssekretär Leo Zuckermann. Im Dezember 1952 musste er aufgrund falscher Anschuldigungen erst nach Westdeutschland und schließlich nach Mexiko flüchten. 

“Großmutter im Sterben” 

So lange wollte Julius Meyer nicht warten. Er fürchtete, dass er bald nicht mehr auf freiem Fuß sein würde. Um Zeit zu gewinnen, ging er zum Schein auf die Forderungen der Staatssicherheit ein. Er fertigte Spitzelberichte an, hütete sich aber davor, Namen von Juden zu nennen, die Care-Pakete empfangen hatten. 

Parallel traf er Verabredungen mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in West-Berlin, Heinz Galinski. Sie entwarfen einen Evakuierungsplan für die Juden in der DDR und vereinbarten eine Parole: “Großmutter im Sterben” lautete das Signal. Sobald sie diese Nachricht erreichte, sollten sich alle ausreisewilligen Juden mit ihren Angehörigen auf den Weg nach Berlin machen. Einige holte Meyer persönlich mit dem Auto in die Hauptstadt. Erstaunlicherweise ging nichts schief. Über Ost-Berlin erreichten alle Beteiligten im Februar 1953 den Westen. 

Dass eine solche landesweite Aktion über die Bühne gehen konnte, ohne dass die Staatssicherheit Wind davon bekam, ist schwer vorstellbar. Zu vermuten ist eher, dass es die Politführung angesichts der historischen Belastung Deutschlands als klüger ansah, die jüdischen Mitbürger auf diese Art entkommen zu lassen, als ihnen auf Druck aus Moskau hin einen peinlichen Schauprozess machen zu müssen. 


Julius Meyer
Gefährliche Position: Julius Meyer – hier während einer Protestkundgebung in der Synagoge Rykestraße in Berlin am 3. Mai 1949 – bekam Anfang 1953 erste Repressionen zu spüren. Vor der Zentralen Parteikommission musste er sich stundenlangen Befragungen stellen.



Exodus endgültig 

Dazu allerdings wäre es schon aus einem anderen Grund nicht gekommen: Stalins Tod am 5. März 1953 änderte die Dinge grundsätzlich. Die Ärzte wurden rehabilitiert und konnten dem verstörten Sowjetvolk mitteilen, dass ihre Aussagen durch Folter erzwungen worden waren. 

Die Flucht der Juden aus der DDR indes war endgültig. Mehr als 500 von ihnen waren Julius Meyer 1953 in den Westen gefolgt. Unter ihnen Vorsitzende und Beisitzer der jüdischen Gemeinden von Leipzig, Dresden, Halle und Erfurt. Aus Berlin-Niederschönhausen floh das gesamte jüdische Kinderheim gemeinsam mit seinen Betreuern. Auch den Ost-Berliner Kammergerichtspräsidenten Heinz Freund und Heinz Fried, den Direktor der Wasserbetriebe, zog es nach West-Berlin. 

Was diese Abwanderungsbewegung für die jüdischen Gemeinden bedeutete, zeigt eine Statistik des Zentralrats der Juden in Deutschland: 1989, im Jahr der Wende, lebten in der DDR nur noch 400 Mitglieder der jüdischen Gemeinden, allein 250 davon in Ost-Berlin. 

Julius Meyer hatte sich nach seiner Flucht in den Westen noch bis Mitte der siebziger Jahre einen Kampf mit bundesdeutschen Gerichten geliefert, die seinen Anspruch auf Entschädigung nicht anerkennen wollten. Als der westdeutsche Staat ihm auch noch den Status eines politischen Flüchtlings verweigerte, wanderte er mit seiner Familie nach Brasilien aus. Dort starb er 1979. 

Paul Merker
Opfer der Antifaschisten: Der Kommunist Paul Merker, hier in einer Aufnahme von November 1946, war Mitglied des Zentralkomitees der SED und hatte sich in der DDR für die Verabschiedung eines Wiedergutmachungsgesetzes für die Opfer des Faschismus eingesetzt – entgegen der offiziellen Parteilinie. Seine abweichende Haltung wurde ihm zum Verhängnis. 1952 wurde er wegen angeblichem Zionismus verhaftet.


Vereinigungsparteitag von KPD und SPD zur SED

Unter Zionismus-Verdacht: Dass man in der DDR nicht jüdisch sein musste, um unter Antisemitismus zu leiden, erlebte auch SED-Funktionär Franz Dahlem (hier in einer Aufnahme von April 1946). Dahlem wurde 1952 in Ost-Berlin verhaftet. Der Vorwurf: Zionismus. Der Leiter des Büros für “Parteiaufklärung” galt als Rivale Ulbrichts. Nach dem Tod Stalins fand der geplante Prozess gegen ihn und Paul Merker jedoch nicht mehr statt.

Zum Weiterlesen: 

Annette Leo: Die ‘Verschwörung der Weißen Kittel’. Antisemitismus in der Sowjetunion, in: Jan Foitzik (Hrsg.): Das Jahr 1953. Ereignisse und Auswirkungen, Potsdam 2004

Quelle: einestages, spiegel 15.2.2013

TURKEY’S ERDOGAN IN 1993: THE JEWS AND AMERICA ARE MY ENEMY

And this is from the most moderate of the moderate Islamic countries, Turkey, under Erdogan, has abandoned the separation of mosque and state, abandoned Ataturk, abandoned its ties with Israel, and increasingly pursues the delusion of a return of the Ottoman empire. While participating in a Middle East panel of the Academy of Achievement in Chicago in September of 2007, Erdogan warned against religious definitions of terrorism and specifically objected to the phrase “moderate Islam.” Erdogan said, “Turkey is not a country where moderate Islam is sovereign. First of all, the ‘moderate Islam’ concept is wrong. The word ‘Islam’ is a simple word — it is only Islam. If you say ‘moderate Islam,’ then an alternative is created.”

Nichtregierungs-Organisationen gegen Israel

18. Februar 2013 um 14:44 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar 

Manfred Gerstenfeld interviewt Gerald Steinberg (direkt vom Autor)

Unter den vielen, die Israel attackieren, sind Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) diejenigen, die am wenigsten Kontrolle von außen unterworfen sind. Diese antiisraelischen NGOs behaupten für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu werben, sind aber gekennzeichnet durch fehlenden Professionalismus und eine postkoloniale, ideologische Agenda. In einigen Fällen bildet theologischer Antisemitismus einen zusätzlichen Faktor.

Die Forschungsorganisation NGO Monitor hat antiisraelisches Handeln einer Reihe wichtiger NGOs detailliert dokumentiert. Zu diesen gehören die mit Israel in Zusammenhang stehenden Aktivitäten von Amnesty International, Human Rights Watch, Oxfam, Christian Aid und viele andere Organisationen.

Professor Gerald Steinberg lehrt Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen an der Bar Ilan Universität. Er hat NGO Monitor seit dessen Gründung 2002 geleitet. Sie ist der einzige unabhängige Forschungsorganisation, die systematisch die Behauptungen des politischen NGO-Netzwerks untersucht und kritisch hinterfragt.

Steinberg sagt: Man kann die Einseitigkeit der NGOs objektiv beobachten. Eine quantitative Methode dazu besteht im Zählen der Seiten, Einzelberichte, Pressekonferenzen und ähnlicher Maßeinheiten im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts, die sich verschiedenen Themen widmen. Die Recherche zeigt eine riesige Diskrepanz zwischen den regelmäßigen Verurteilungen Israels und der geringeren Aufmerksamkeit, die geschlossenen, diktatorischen Regimen oder andren Ländern geschenkt wird, die in gewalttätige Konflikte verwickelt sind.

Außerdem gibt es qualitative Methoden. Antiisraelische NGOs bevorzugen einen gewissen Sprachgebrauch, um Israel zu attackieren. Dazu gehören Begriffe wie „Kriegsverbrechen“, „kollektive Bestrafung“, „Straflosigkeit“ und so weiter. Sie benutzen diese anderen Ländern gegenüber weit weniger. Das hebt die Verletzung der universalen Prinzipien der Menschenrechte durch diese NGOs hervor.

Gruppen wie Amnesty International, Human Rights Watch (HRW), Oxfam und verschiedene kirchliche internationale Hilfsgruppen aus Europa sind finanziell sehr gut ausgestattet. Sie üben daher viel politische Macht aus. Diese NGOs sind außerdem die schlimmsten Verletzer der moralischen Prinzipien, die sie fälschlich zu fördern behaupten. HRW stellte in seiner Abteilung für Nahost und Nordafrika Leute ein, die von einer Geschichte kruder antiisraelischer Einseitigkeit besudelt sind. NGO Monitor hat dies regelmäßig dokumentiert.

Diese NGOs haben wichtige internationale Plattformen im Bereich von Menschenrechten und humanitärer Hilfe übernommen. Viele europäische Regierungen lagern diese Aktivitäten aus, indem sie große Geldsummen mit wenig Überwachung an private „Wohlfahrtseinrichtungen“ und NGOs geben. Zusätzlich sind oft Journalisten, Akademiker und andere Mitglieder der „außenpolitischen Elite“ an solchen Organisationen beteiligt oder akzeptieren deren Behauptungen und Agenden ohne Fragen zu stellen. 2002 erzählte Amnestys „Experte“ Derek Pounder der BBC, er könne ein riesiges „Massaker“ in Jenin bestätigen, das von den israelischen Verteidigungskräften begangen worden sei. Das von ihm geschaffene Märchen wurde erst entlarvt, nachdem es Hunderte Male wiederholt worden und der Schaden für Israel angerichtet war.

Darüber hinaus geben Diplomaten und Politiker bei den Vereinten Nationen oft ihre Verantwortung im Umgang mit komplexen Menschenrechtsansprüchen an NGOs ab. Sie verlassen sich auf diese für Redeentwürfe, Ber
ichte und andere Dienste. Ein besonders ungeheuerlicher Fall war der Goldstone-Bericht von 2009 zum Krieg im Gazastreifen. Journalisten tendieren oft dazu NGO-Presseerklärungen ohne jegliche unabhängige Untersuchung der faktischen Behauptungen oder pseudo-juristischen Argumente zu kopieren.

In den offenkundigsten Fällen von NGO-Einseitigkeit gegen Israel gibt es vier Faktoren. Erstens sind die offiziellen Vertreter in der Führung internationaler NGOs oft durch eine stark antiwestliche, postkoloniale Ideologie vergiftet. Seit 1967 haben sie Israel dem nationalistischen und kapitalistischen, westlichen Lager zugeordnet, das per Definition schuldig ist. Ein zweiter Grund, dass NGOs sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrieren, besteht darin, dass er in den Medien ständig präsent ist. Dies hilft ihrer Marketingstrategie, indem es ihnen Präsenz im Wettbewerb um Gelder und Einfluss verschafft.

Ein dritter Faktor ist, dass der UNO-Menschenrechtsrat in Genf von arabischen und islamischen Blocks kontrolliert wird. Um hier als Einfluss habend gesehen zu werden, müssen sich die NGOs an die „politische Linie“ halten, was eine intensiv antiisraelische Haltung bedeutet. Der vierte Faktor sind klassischer christlich-theologischer Antisemitismus und Ersetzungstheologie. Diese spielen in NGOs mit Sitz in Großbritannien wie War on Want, Christian Aid und Amnesty eine herausragende Rolle. Sie sind auch in den Aktivitäten kirchlicher humanitärer Hilfsgruppen in Skandinavien und Irland zu finden.

Diese mächtigen Organisationen sind schwer zu besiegen. Dennoch hat NGO Monitor in einer Reihe wichtiger Fälle gezeigt, dass Erfolg möglich ist. Nur ein paar Beispiele: 2009 führte unsere detaillierte Widerlegung der haltlosen NGO-Vorwürfe im Kern des Goldstone-Berichts dazu, dass sein Autor sich von seiner eigenen Veröffentlichung distanzierte. HRW-Gründer Robert Bernstein verurteilte seine Organisation, nachdem NGO Monitor systematisch die zutiefst einseitige Agenda seiner Abteilung für den Nahen Osten und Nordafrika und HRWs Bemühungen bei Mitgliedern der saudischen Elite Geld zu sammeln offen legte, während die schweren Menschenrechtsverletzungen dieses Regimes ignoriert wurden.

Darüber hinaus haben NGO Monitors Berichte über den zerstörerischen Beitrag von Finanziers dieser Organisationen – so dem New Israel Fund und europäische Regierungen – diese dazu gebracht, ihre Unterstützung für die am ungeheuerlichsten in Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) wie auch andere auf Hass gegründeten Aktivitäten involvierten NGOs Stück für Stück zu beenden. Gleiche Beobachtung wird oder könnte auf viele andere Israel hassende Organisationen außerhalb des NGO-Bereichs angewandt werden.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

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Religion: Ein wichtiges Thema der israelischen Wahlen

Religion: Ein wichtiges Thema der israelischen Wahlen

13. Februar 2013 um 15:29 | Veröffentlicht in Israel | Hinterlasse einen Kommentar 
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Zersplitterung der israelischen Wahlkampf-Diskussion – der ein zentrales Thema fehlte – verschleiert viel von dem, was dort bekannt wurde. Versucht man zu klassifizieren, was die Schlüsselentwicklungen waren, dann sieht man einiges Offensichtliche, während anderes undeutlich bleibt.

Der bestimmende Faktor des Wahlkampfs war die Entscheidung von Likud und Israel unsere Heimat, gemeinsam anzutreten. Das stellte sicher, dass es keinen Wettbewerb zwischen ihnen geben und ihre Liste die größte werden würde. Man mag verstehen, was den Parteichef von Israel unsere Heimat, den damaligen Außenminister Avigdor Lieberman, motivierte diesen Schritt zu unterstützen. Sein zweiter Platz auf der Liste öffnete ein Fenster dafür, in der Zukunft eine große Partei zu führen. Dieses Wagnis könnte es wert gewesen sein, selbst wenn ein paar Sitze verloren wurden.

Was den Likud-Chef Benjamin Netanyahu zu diesem Schritt motivierte, bleibt allerdings nicht so klar. Glaubte er dem republikanischen Guru Arthur Finkelstein – dass die gemeinsame Liste  mehr als die 42 Sitze erhalten würde, die sie in der bisherigen 18. Knesset inne hatte, auch wenn das allen Erfahrungen der früheren Wahlen widersprach? War seine Hauptsorge, dass eine links von der Mitte angesiedelte Mega-Partei gegründet würde, die die Position des Likud als größte Partei und damit sein Premierministeramt bedrohte? Werden wir jemals wirklich wissen, was er sich dabei dachte?

Andererseits wird ein Thema von den Analysten weitgehend ignoriert; es ist die wichtige Rolle, die die Religion in diesem Wahlkampf spielte. Viele grundverschiedene Elemente führten dazu, dass dieser Aspekt verschleiert wurde. Doch es wird als zentrales Thema in den Koalitionsverhandlungen weitergeführt. Die meisten nicht religiösen jüdischen Parteien setzten religiöse Kandidaten auf aussichtsreiche Positionen auf ihren Listen. Das trifft nicht nur auf den Likud und Israel unsere Heimat zu, sondern auch für Yair Lapids Es gibt eine Zukunft und Tzipi Livnis Bewegung. Mindestens 38 religiöse Abgeordnete wurden gewählt was ihre Zahl in jeder früheren Wahl weit überschreitet.1

Im Wahlkampf wurden ideologische Themen nicht allzu sehr angesprochen. Eines der wenigen, das länger andauernde Aufmerksamkeit erhielt, war die Forderung nach Gleichheit bei der Last des militärischen und Zivildienstes für den ultrareligiösen Sektor. Mehrere Parteien, insbesondere Es gibt eine Zukunft, machten Wahlkampf mit dem Militär- und Zivildienst für die Ultrareligiösen als wichtigem Thema. Neue und weitreichende Gesetzgebung zu diesem Dienst war eine der Hauptforderungen der Partei bei den ersten Koalitionsgesprächen nach der Wahl zwischen Netanyahu und Lapid.2 Auch Livni erwähnte die Gleichbehandlung bei dieser Last als eine ihrer Bedingungen dafür, in die Regierung einzutreten.3

Ein wichtiges Wahlergebnis war die Wiederkehr des national-religiösen Sektors als Kraft in der israelischen Politik. Dieser ist bei den letzten Wahlen zunehmend marginalisiert worden.Das Jüdische Haus gewann zwölf Sitze, gleich viele wie die nationalreligiösen Parteien in der Vergangenheit meistens hatten. Die Partei zog auch viele säkulare Wähler an und hat eine relativ junge Wählerschaft.4 Ihr junger neuer Anführer Naftali Bennett spielte ein zentrale Rolle im Wahlkampf und wurde schnell zu einer landesweit bekannten Person. Eine Neuheit war, dass Das Jüdische Haus eine weibliche und nicht religiöse Kandidatin weit oben auf ihre Liste setzte. Für Bennett und seine Partei ist auch eine gleichmäßigere Verteilung der Last des Armeedienstes ein wichtiges Thema.5

Aus Umfrageergebnissen erkannte die ultrareligiöse Shas-Partei, dass Das Jüdische Hausnicht nur ein starker Wettbewerber werden, sondern sie sogar als größte religiöse Partei ablösen könnte. Shas begann Bennetts Partei daraufhin bei mehreren Gelegenheiten zu attackieren, wozu diffamierende Bemerkungen zu deren gewissenhafter Religionsausübung gehörten. Ihr spiritueller Mentor, der ehemalige Oberrabbiner Ovadia Yosef, fragte: „Sind das religiöse Leute?“ Er führte an: „Sie sind gekommen um die Torah auszureißen. Wer immer für sie stimmt, leugnet die Torah. Ist das ein jüdisches Haus? Es ist ein jüdisches Haus für Nichtjuden.“ Der Rabbiner fügte hinzu, dass es verboten sei für sie zu stimmen.6

Eines von mehreren Themen, mit denen Bennett sich den Zorn der Shas-Führung zuzog, war seine Kritik an der Korruption des religiösen Establishments, bei der ihre Anhänger eine wichtige Rolle spielen. Ein weiteres war sein Wunsch seine Lösung für den Konversions-Prozess zum Übertritt ins Judentum zu finden.7 Jetzt erscheint ein Wettbewerb zwischen den beiden Parteien zur Kontrolle des Oberrabbinats wahrscheinlich.

Der Shas-Abweichler MK Rabbi Haim Amsalem versuchte vergeblich mit einer neuen Partei –Das Ganze Israel – in die Knesset einzuziehen; auch er brachte religiöse Fragen in die Debatte ein. Er sagte, die Shas-Führer dienten nicht den Interessen ihrer Wähler, die in ihren Herkunftsländern immer gemäßigte Leute gewesen seien. Amsalem fügte an, dass nur einigen wenigen, ausgezeichneten Studenten gestattet werden sollte all ihre Zeit dem jüdischen Lernen zu widmen, während alle anderen in der Armee dienen sollten.

Er merkte an, dass Israelis viel von den untergegangenen jüdischen Gemeinden Nordafrikas zu lernen haben. Die dortigen Rabbiner, sagte Amsalem, waren intelligent genug alle Juden in ihren orthodoxen Gemeinden zu akzeptieren, ungeachtet des Grades ihrer Religionsausübung.8 Nach heftigen Attacken durch die Shas wurde sein Aufruf zu traditioneller Moderatheit nicht von vielen in der Öffentlichkeit gehört und seine Liste überwand die Zweiprozenthürde nicht.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

 

1 Lahav Harkov: Record number of female, religious MKs in Knesset. The Jerusalem Post, 23. Januar 2013.
2 Jonathan Lis: As coalition talks begin, Yesh Atid presents its list of demands to Netanyahu. Ha’aretz, 3. Februar 2013.
3 Moran Azulay: Lapid sets agenda for next government. YNet, 23. Januar 2013.
4 Gil Hoffman: Bayit Yehudi gains 3 seats in a week, ‘Post’ poll finds. Jerusalem Post, 28. Dezember 2012.
5 Moran Azualay: Lapid sets agenda for next government. YNet, 23. Januar 2013.
6 Yair Ettinger: Feud between Shas and Habayit Hayehudi heats up. Ha’aretz, 20. Januar 2013.
7 ebenda.
8 Matti Friedman: A party of one. The Times of Israel, 4. Dezember 2012.

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Es war einmal im Amerikahaus

Von Andreas Austilat


Am Freitag eröffnet die neue US-Botschaft, hoch gesichert ist dort auch die Kulturabteilung. 60 Jahre zeigten sich die USA im Amerikahaus – Erinnerung an einen Ort der Begegnung und wilder Demos: 1966 flogen hier die ersten Eier.

Gelber Dotter rann die Wand hinunter. Ein Hühnerei, kein faules, auch kein Farbei, wie später in vielen Zeitungen zu lesen war, hatte die Fassade getroffen. Dann klatschte es wieder, ein zweites, ein drittes Ei kamen aus dem Schutz der Bahnunterführung geflogen, das vierte verfehlte die mit blauen und roten Mosaiksteinen geflieste Außenwand. So beschreibt Friedrich Christian Delius in seinem Roman „Amerikahaus und der Tanz um die Frauen“ die Szene. Es war der 5. Februar 1966, und soeben waren die ersten Eier überhaupt gegen eine amerikanische Einrichtung in Deutschland geflogen: gegen das Berliner Amerikahaus in der Hardenbergstraße.

Die Aktion schlug ungeheure Wellen, vor allem in Berlin selbst. Ein Anschlag gegen die Amerikaner, ausgerechnet. Nirgendwo sonst schienen die freundschaftlichen Bande so eng wie in der von den Sowjets umzingelten Halbstadt, die sich nur sicher glauben konnte, solange die USA ihr Engagement aufrechterhielten. Gerade drum, erinnert sich Tilman Fichter, damals Berliner Landesvorsitzender des SDS, des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes. Nirgendwo sonst in Deutschland wurde so genau hingeguckt, wenn Studenten gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam demonstrierten. Hier war es sogar möglich, ins US-Fernsehen zu kommen. Und so geriet das Amerikahaus in den Brennpunkt. Für Jahre sollte es kaum eine Demonstration geben, die nicht hier vorbeiführte.

Doch während in Berlin Bürgermeister Willy Brandt sich persönlich entschuldigen musste, die Opposition den Rücktritt des Innensenators verlangte und der Bundesbevollmächtigte, so etwas wie Bonns Botschafter in der Mauerstadt, seinen Urlaub abbrach, reagierten die Amerikaner vergleichsweise gelassen. „Die fuhren voll auf weiche Linie“, erinnert sich Wolfgang Schwiedrzik, „wollten mit uns diskutieren“. Schwiedrzik, 1962 Mitbegründer der Schaubühne, die sich damals noch am Halleschen Ufer befand, muss es wissen, denn er war am 5. Februar 1966 ebenfalls vor dem Amerikahaus. Mehr noch, Schwiedrzik hatte die Eier gekauft, zehn Stück für 1,99 D-Mark, gleich nebenan in der Lebensmittelabteilung von Bilka, einem heute nicht mehr existierenden Kaufhaus an der Joachimstaler-, Ecke Kantstraße. Er stopfte sich die Eier in die Taschen seines Parkas und ging zurück. Am Tatort jedoch hatte er Schwierigkeiten, die Eier loszuwerden. Ein Zeichen wollte man doch setzen, ein irgendwie theatralisches, schließlich kam Schwiedrzik vom Theater, aber nicht jeder traute sich. Weshalb er drei oder vier Eier in der Tasche behielt. Gegen das Amerikahaus selbst hatte er übrigens gar nichts, im Gegenteil, in der dortigen Bibliothek hatte er schon Bücher entliehen, „und die Veranstaltungen waren auch nicht uninteressant“.

Die Rechnung ging also 1966 noch auf. Denn genau dafür war das Amerikahaus einst gegründet worden: auch in schwierigem Umfeld ein offenes Haus zu sein für alle, die gucken wollten, wie die USA sich präsentieren, und dabei selbst jene zu erreichen, die dem Land kritisch gegenüberstehen. Heute, über 40 Jahre später, warnen Schilder vor dem Wachhund. Gitterrollos sichern die Fenster, von deren Rahmen hier und da der Lack abplatzt. Das Haus ist zu, aber der Schriftzug „Amerika Haus“ steht ebenso unter Denkmalschutz wie das gesamte Gebäude, das auf einen neuen Mieter wartet. Die Bundeszentrale für Politische Bildung würde es gern für ihre Berliner Dependance nutzen.

Die Kulturarbeit, die einst hier geleistet wurde, ist auf die neue amerikanische Botschaft neben dem Brandenburger Tor übergegangen, die kommende Woche, am 4. Juli, feierlich eröffnet wird. Aber dieses Haus spricht eine ganz andere Symbolsprache als das Amerikahaus in seinen besten Tagen. Alles andere als offen, wird die Botschaft höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen, mehr Festung als Haus der Begegnung sein. Die Zeiten, sie sind wohl so, oder brauchte es nicht gerade jetzt eine Einrichtung, die Amerika erklärt? Immerhin, selbst Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Außenminister, erklärte den Graben zwischen Europa und den USA anlässlich George W. Bushs letztem Besuch für breiter denn je. Doch während die deutschen Goethe-Institute nach Jahren der Sparsamkeit heute aus einem größeren Etat schöpfen können, auch in den USA wieder stärker in die Öffentlichkeit treten, sind die Aufwendungen der USA für Public Diplomacy seit 20 Jahren zurückgegangen, und das, obwohl das eigene Image in der Welt nicht das beste ist.

Die Anfänge des Amerikahauses in Berlin waren bescheiden. Nicht viel mehr als eine Bücherstube eröffnete 1946 in der Kleiststraße. Aber schon bald wurden dort Fotos ausgestellt und Jazz gespielt. 1947 wurde die Einrichtung zum US-Information Center erklärt, seitdem trägt es auch den Namen „Amerikahaus“.

Das Haus war Teil des Reeducation- Programms. Denn die Amerikaner waren nach dem Zweiten Weltkrieg überzeugt, dass die Deutschen notorisch intolerant und autoritätshörig seien, vor allem die Jugend und die Frauen standen unter dem Verdacht, politisch uninteressiert, wenn nicht gar naziverseucht zu sein. Es galt also, die Deutschen von den Vorzügen demokratischer Lebensführung zu überzeugen, wenn dieses einstweilen besetzte Land nicht wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen sollte. 20 Information Centers betrieben die USA 1947, es sollten bald über 40 sein. Die Briten und die Franzosen hatten mit den British Councils und den Instituts français vergleichbare Einrichtungen.

Natürlich waren diese Häuser ein Instrument der Propaganda, sagt Knud Krakau, inzwischen emeritierter Professor am Institut für Amerikanistik der FU-Berlin. Aber Propaganda kann klug sein oder dumm. In bewusster Abgrenzung von der Nazipropaganda verkündete Präsident Truman die Direktive des „full and fair picture“ an einem Ort, an dem Deutsche Amerikaner treffen, amerikanische Zeitungen und Bücher lesen, Musik hören und Filme gucken konnten. Nur ein undogmatisches Konzept verspreche Erfolg, mahnte auch James R. Wilkinson, Generalkonsul in München, denn „die Deutschen wurden so lange mit Propagand
a gefüttert, dass sie hinter jedem Buch, das speziell für sie herausgebracht wird, eine höhere Absicht vermuten“.

Für sein Amerikabild, Knud Krakau ist Jahrgang 1934, hätten die Amerikahäuser eine große Rolle gespielt, sagt er heute. Jazz habe damals bei vielen Deutschen noch als Negermusik gegolten, in den Amerikahäusern konnte man Louis Armstrong hören, Schallplatten ausleihen, außerdem Bücher von Steinbeck, Faulkner, Fitzgerald, alles Autoren, die es in den frühen 50er Jahren in deutschen Bibliotheken kaum oder gar nicht gab.

Allerdings zeichnete sich spätestens ab 1950 in den Amerikahäusern, die der neu gegründeten United States Information Agency unterstanden, einer Abteilung des Außenministeriums, ein Richtungswechsel ab. An die Stelle der Anti-Hitler-Politik trat der Antikommunismus, entsprechende Titel waren in die Bestände aufzunehmen. Im Auftrag von Senator McCarthy wurden 1953 auch die Bibliotheken der Amerikahäuser auf „unamerikanische Aktivitäten“ kontrolliert. Auf dem Index standen Autoren wie Dashiell Hammett und Herman Melville.

In Deutschland reagierte die Presse besonders kritisch, erinnerte das Verfahren doch an die Bücherverbrennung der Nazis. Auch in den USA war bald von der „Book-Burning“-Kontroverse die Rede, noch im gleichen Jahr entschloss sich die Eisenhower-Administration, die Literaturauswahl weniger rigide zu handhaben.

Doch gerade die antisowjetische Haltung brachte in der Folgezeit eine vergleichsweise liberale Kulturförderung mit sich. Europäische Intellektuelle wären anders auch gar nicht zu gewinnen gewesen. Die abstrakte Malerei eines Jackson Pollock, obwohl daheim kaum mehrheitsfähig, in Deutschland wurde sie präsentiert als Beispiel eigenständig amerikanischer Kunst, die etwas Neues zu zeigen hatte und so ganz anders war als der sozialistische Realismus. Im Berliner Amerikahaus las Thornton Wilder, traten James Stewart, Sidney Poitier und Robert Kennedy auf – im neuen Domizil an der Hardenbergstraße. Das hatte zwar 1957 kein US-Architekt entworfen, aber der Bau des Berliners Bruno Grimmek sah immerhin nach amerikanischer Moderne aus.

Mit all diesen Anstrengungen wollten die USA der gerade unter deutschen Intellektuellen verbreiteten Ansicht entgegentreten, Amerikaner könnten vielleicht mit ihrer Warenwelt beeindrucken, zu einer eigenständigen Hochkultur hätten sie es aber nicht gebracht. Und sie waren dabei durchaus erfolgreich. Vorübergehend wenigstens. Mit dem Vietnamkrieg und den weltweiten Studentenprotesten drohte die Stimmung zu kippen.

Holly Jane Rahlens kam 1972 von New York nach Berlin, der Liebe wegen, wie sie sagt. In der Szene, in der sie sich bewegte, der linken Studentenschaft, war das Amerikahaus zu jener Zeit verpönt. „Die Beziehung zu den USA war aber eher eine Art Hassliebe“, erinnert sie sich. Jimi Hendrix, Bob Dylan, die Beach Boys oder Blue Jeans, gegen die hatte keiner was. Formen des studentischen Widerstandes vom Sit-in über das Teach-in bis zur Bürgerinitiative hatten ihre Wurzeln in den USA. McDonald’s als Hassobjekt gab es noch nicht, Bagels auch nicht und Ice Cream Soda allenfalls, wenn in Dahlem die US-Garnison Volksfest feierte. Holly Jane Rahlens musste immer zu Jimmy nach Neukölln fahren, wo der ehemalige US-Soldat in der Wildenbruchstraße eine Imbissbude aufgemacht hatte. Jimmys Hamburger schmeckten wenigstens beinahe wie in New York.

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Studenten-Demo am 5. Februar 1966 vor dem Amerikahaus. 

Ins Amerikahaus ging Holly Jane Rahlens damals nur, um die „New York Times“, „Sports Illustrated“, „Miss Magazine“ zu lesen. Blätter, die sonst kaum zu kriegen waren, im Amerikahaus lagen sie aus. Das Programm aber fand sie in jener Zeit schlicht uninteressant. Das sollte sich erst ab Mitte der 70er Jahre wieder ändern.

Vielleicht hatte das mit dem Ende des Vietnamkriegs 1975 zu tun, vielleicht auch mit Renate Semler. 1974 gerade 30 Jahre alt, bewarb sie sich um den neuen Job einer Programmreferentin. Und der damalige US-Kulturattaché hatte ziemlich konkrete Vorstellungen, was die neue Referentin zu leisten hatte: Man müsse wieder die kritischen jungen Intellektuellen ins Haus holen.

Jan Myrdal, Günter Grass und Uwe Johnson diskutierten auf dem Podium des Amerikahauses über das Amerikabild der europäischen Schriftsteller, Gore Vidal kam, Robert Rauschenberg stellte seine Bilder aus, und Rita Dove, die später den Pulitzer-Preis verliehen bekam, staunte, dass sie im Berliner Amerikahaus für ihre Gedichte ein größeres Publikum fand als in den USA. Semler warb um Lehrer und Studenten, versuchte, Vorurteile gegen vermeintlich unpolitische Amerikaner zu entkräften. „Mag ja sein, dass nur 50 Prozent der Amerikaner den Präsidenten wählten, auf kommunaler Ebene aber engagieren sie sich sehr stark.“ Und weil Amerikaner eben auf ihre eigene Art tickten, musste man das erklären.

Amerikanische Feministinnen traten in den 70er Jahren auf, und während draußen vor der Tür in den 80ern gegen die amerikanische Lateinamerikapolitik demonstriert wurde, gegen die Verminung nicaraguanischer Häfen und die Unterstützung obskurer Militärregime, saß drinnen ein Vertreter des Komitees für Solidarität mit Nicaragua und klagte die USA derart überzeugend an, dass dem amerikanischen Direktor ganz bange wurde, wie sich Renate Semler erinnert.

Das Amerikahaus blieb im Brennpunkt. Es wurde besetzt von Unterstützern der Bewegung 2. Juni, es wurde mit Farbbeuteln beworfen, es wurde von Polizei abgeschirmt, aber es blieb für Veranstaltungen offen. Die Nervosität jener Jahre bekam Holly Jane Rahlens zu spüren, als sie im Haus eines ihrer Programme einstudierte, inzwischen trat die Wahlberlinerin hier mit ihren One-Woman-Shows auf. Harvey, der ihr bei der Show half, betätigte aus Versehen nicht den Schalter für den Scheinwerfer, sondern jenen für den stummen Alarm. Polizisten stürmten daraufhin den Raum.

Der Niedergang setzte in den 90ern ein, ausgerechnet in der Ära Clinton, dessen Wahlsieg 1992 über George Bush senior auf einer der legendären Amerikahaus- Wahlpartys gefeiert wurde. Schon unter Reagan war der Etat für die Häuser drastisch zurückgefahren worden, jetzt standen mit dem Ende des Kalten Kriegs neue Kürzungen an. Ganz offensichtlich wurde nun, dass die Amerikahäuser eine Waffe in diesem Kampf waren, es nicht einfach nur darum ging, Interesse an der Kultur eines Landes zu wecken.

Während in den Staaten des ehemaligen Ostblocks neue Einrichtungen öffneten, wurde das Angebot in Deutschland zurückgefahren. 1999 schließlich kam das Aus für die USIA als eigenständigem Träger, die Amerikahäuser unterstanden fortan nicht mehr direkt dem Außenminister, sondern irgendeiner Unterabteilung im State Department. 2006 wurde das Haus in Berlin geschlossen.

Natürlich komm
en Filme heute direkt aus Hollywood, schicken Verlage ihre Autoren selbst auf Lesereise, braucht es vielleicht die Bibliothek mit ihrer Zeitungsabteilung nicht mehr, vieles kann man heute online lesen. Aber hätte ein Amerikahaus heute tatsächlich keine Funktion mehr zu erfüllen?

Für Tilman Fichter, der 1966 dabei war, als auf das Amerikahaus die ersten Eier flogen, ist der Versuch, amerikanische Kultur für Europa attraktiv zu machen, sogar kulturell prägend zu sein, gescheitert, die Mission habe sich erledigt. Ganz anders sieht das Renate Semler. Für sie war das Amerikahaus eine bis zuletzt erfolgreiche Marke, ein Ort, an dem erklärt wurde, was die USA ausmacht und wofür sie stehen. Umso bedauerlicher, dass man diesen Ort aufgegeben habe.

Wie auch immer aber die Bilanz gezogen wird: Bleibt das Gebäude mit dem Schriftzug „Amerika Haus“ länger leer stehen, gibt man es gar dem Verfall preis, wird es seine eigene Symbolkraft entfalten.

Tagesspiegel, 28.6.2008

Palestine Betrayed (by the Palestinians)

by Efraim Karsh
Yale University Press, New Haven
342 pages, 30 photos, 5 maps, appendices and notes

Review by Norman Berdichevsky (September 2012)

This book ranks as absolutely essential reading for anyone interested in learning what happened during the last years of the British Mandate in Palestine and the widespread fighting that followed the U.N. resolution on partition until the end of the hostilities in early 1949. It effectively wipes out the oceans of ink spilt in convincing much of present world opinion and hypnotizing the present generation of Palestinian Arabs that the nakba (disaster) that befell them was inevitable or the fault of Jewish design, intransigence, or duplicity. The “Betrayal” in the title is self-betrayal by the Palestinian Arab leadership who led the people they claimed as their charge into a dead end. The leadership is condemned by its own archives and eye-witnesses in tens of thousands of documents released by the British Foreign Office that serves as the source material for much of the book.

It was the Palestinian Higher Arab Committee (HAC) which willfully misguided, misinformed, and inflamed a large section of public opinion among the Arab community that there could not be any compromise and all who spoke or acted on its behalf were “traitors.” These traitors who all worked for Jewish-Arab cooperation and understanding include such luminaries as the Arab mayor of Haifa, Hassan Shukri (targeted by assassins numerous times), Labor leader Sami Taha and many lesser Arab officials and politicians as well as village chieftains (all assassinated) who worked closely with the Histadrut and refused to cooperate with the many strikes called by the reactionary and extremist leadership within HAC headed by the notorious Haj-Amin al-Husseini, the Grand Mufti of Jerusalem.

Efraim Karsh is a brilliant scholar with the appropriate linguistic tools including fluent Arabic, Hebrew, and English. The evidence marshaled is indeed impressive inasmuch as a good deal of it comes from British Mandatory officials hostile to the Zionist enterprise and the HAC immediately after the “nakba” in the period 1948-1955 before the concerted campaign to rewrite history and turn it upside down.

Karsh’s Palestine Betrayed follows shortly after the magnificent work of Hillel Cohen, whose book Army of Shadows; Palestinian Collaboration with Zionism 1917-1948 surveyed the entire period of the Mandate from 1920 onwards (reviewed in the February 2009 edition of New English Review, “Arab Support for Zionism, 1917-1948“).

Prof. Karsh has uncovered much evidence that many Palestinian Arabs had a sense of betrayal of their cause by their own leadership which he found in the candid admissions made among Palestinian refugees in Gaza. This view is confirmed by Sir John Troutbeck, head of the British Middle East Office of Middle East Affairs in Cairo and a long-time opponent of Zionism who was sent on a fact-finding mission and unequivocally found little or no bitterness toward the Jews, the British, or the Americans and was told, time and again, by refugees that their Arab brothers in HAC persuaded them unnecessarily to abandon their homes. Karsh quotes Troutbeck from his interviews with Arab refugees in Gaza: “I have even heard it said that many of the refugees would give a welcome to the Israelis if they were to come in and take the district over.” (page 2)

Such views regarding the HAC were corroborated early on by the Syrian historian Qustantin Zuraiq and the Palestinian leader and spokesman Musa Alami that it had become clear even after the invasion of the country by the armies of the surrounding Arab states that the masses who had placed trust in their leadership were thoroughly demoralized by its ineffectiveness, disorganization, self-interest, and corruption.

Today, we are told by eminent spokespersons of the Palestinian Arabs cause such as Hanan Ashrawi and the head of the Palestinian Authority, President Mahmoud Abbas (Abu Mazen), himself a historian—of sorts—whose research has led him to deny the Holocaust, who are listened to keenly by Western journalists, that we should believe their claims. These claims all rely on the standard narrative so easily accepted as gospel by many so-called journalists of Jewish treachery, evil intentions, cunning and the almost unlimited power of Jewish interests abroad funneling resources to the Zionists in America, Britain and Russia (in the spirit of The Protocols of the Elders of Zion).

The Palestinian Arab narrative eagerly swallowed today by so many naïve pundits and instant experts totally ignores the history of the Arabs in Palestine since Ottoman time. It obscures the complete lack of any wider identity than identification with the native tribe, clan, religion, and village that prevailed in Ottoman Palestine among the Arab population. This absence of a wider sense of destiny was more than sufficient for the Ottoman authorities to win the continued loyalty of the Palestinian Muslim population and most Christian Arabs, the so-called Great Arab Revolt notwithstanding. The Lawrence of Arabia myth and Lawrence’s alliance with the acknowledged leader at the Paris Peace Conference in Versailles, the Emir Faisal Ibn Hussein of Mecca, made the Arab revolt a factor in Arab affairs and British interests.

It quickly diminished when Faisal was expelled from Mecca and was compensated by the British with his desert kingdom in Transjordan (in spite of the fact that the land both east and west of the Jordan River were promised as a Jewish National Home) and his clan was given a major role to play in Iraq and in Palestine. No Palestinian Arab spokes-person today is ready to admit that the same first prestigious Arab national leader with a recognized international stature befriended the Zionist movement, welcomed Jewish settlement in Palestine, and insisted that there was no irreconcilable barrier to future friendship and cooperation between the two peoples. Faisal proclaimed:

We Arabs, especially the educated among us, look with the deepest sympathy on the Zionist movement…and we regard the Zionist demands as moderate and proper. We will do our best, insofar as we are concerned to help them….we will wish the Jews a most hearty welcome home.”

The enormous gap between such a statement from the most prominent Arab nationalist leader in 1920 to the subsequent extremist leadership of the HAC under the ultra-reactionary Grand Mufti of Jerusalem, Haj Amin Al-Husseini is the true narrative of the betrayal of Palestine and the promise of becoming the most developed and prosperous country in the turbulent Middle East. What is novel for the reader today is the revelation that it was largely among traditional, rural, and conservative Muslims and of course, among the Bedouin that the Balfour Declaration and Jewish settlement were initially welcomed. The Arabs took advantage of the new considerable opportunities to sell marginal land to the Jews and take advantage of improvements in trade, transportation, administration, industry, health, education, and welfare.

Karsh documents the expansion of Arab industry and agriculture, especially related to the cultivation of citrus, olives, cereals, and grapes, and traces how the conservative but moderate religious leadership of the effendi class was displaced by the extremist Muslim forces of the Husseinis and the jockeying for power with the growth of Pan-Arab nationalism. An especially revealing and fascinating chapter of the book, “The Most Important Arab Quisling,” traces the role of the Mufti in undercutting the Nashashibi clan. The latter had cooperated with the British Mandatory government and their Jewish neighbors in the 1936-39 “Arab Uprising.” Ironically, the Nashashibi efforts at demonstrating loyalty and moderation were constantly rebuffed by the British, intent on mollifying the most extreme nationalist and Muslim religious voices within the Arab community.

Important information from first-hand sources follows the actual fighting between irregular Arab forces before the U.N. Partition Resolution in November 1947, the proclamation of the State of Israel in May 1948, the invasion of the country by the regular Arab armies immediately afterwards, until the cessation of hostilities in January 1949. The picture that emerges differs completely from the contemporary nakba view that dominates Arab thinking.

Chapters five through nine present a wealth of documented detail of five major facets of the hostilities and diplomatic maneuvering. They are:

1. The unpreparedness of the Jewish underground forces to undertake combat in large formations with heavy weapons against the array of regular Arab armies and the total lack of air cover.

2. The general unwillingness of large segments of Arab society, notably to participate in attacking their Jewish neighbors;

3. The lack of any concerted design to purposely drive out large numbers of Arab civilians from their homes;

4. The wholly opportunistic and venal campaigns launched in the neighboring Arab states to drum up religious Islamist and nationalist passions against the native Jewish populations (as well as the British and even Greek colonies in their midst);

5. The attempts to backslide by the American State Department and abandon the Jews to their fate rather than risk alienating important economic and strategic interests and alliances with the surrounding Arab states.

All of these essential facts are wholly denied or ignored by the current nakba narrative. Striking evidence of point three is provided by three independent sources—one Palestinian Arab, one British, and one American. They are Farid Saad, head of the local Arab “National Committee” in Haifa, the head of the American Consulate in Haifa , Aubrey Lippincot who cabled Washington on April 28, 1948 just a few weeks before Israel’s Declaration of Independence, and Hugh Stockwell, Commander of British forces in the Northern part of the country. All of them witnessed Haganah attempts to persuade the civilian Arab population of Haifa to remain in the city. Karsh presents convincing evidence of the scores of Arab villages that independently of the AHC signed non-aggression agreements with neighboring Jewish settlements, kibbutzim, and towns not to permit their homes to be used as bases for attacks. Many of the Arab villages where the population objected strongly to the presence of foreign Arab military forces who tried to press-gang them into joining in the hostilities ejected them or even provided Jewish settlements with important information.

This book is meticulously documented with original sources and is a real page-turner that is hard to put down. It is essential to any understanding of what really happened between 1920 and 1948. We learn how divided and at odds with each other different factions were among the Palestinian Arabs, the appeasement of Arab interests by the British, the rivalries among various Arab leaders and their jealousies and reluctance to see King Abdullah of Transjordan profit from any relationship with the Zionists, and even the readiness of the French in Syria and Lebano
n to revel in the difficulties of the British administration in Palestine. What also emerges clearly from Karsh’s research is the desire of the Zionist movement’s leaders from the Labor-Left wing of Weizmann and Ben-Gurion to the so-called “Far Right” of Jabotinsky and the Revisionists to reach some kind of accommodation that did not envision the expulsion or disinheritance of the Palestinian Arabs.

Karsh has been attacked by the so-called Israeli “New Historians,” notably Benny Morris (who, has since recanted many of his initial claims), Avi Shlaim, and Ilan Pappé whose views Karsh interprets as stemming from their desire to find a comfortable academic setting among many European and American historians critical of Israel. He cites numerous contradictions, erroneous citations, and mistranslations in their research that for a period made them well received by those who have made their career based on the nakba narrative.

Karsh’s unassailable conclusion states that….

Even if the Yishuv (Jewish community) had instigated a plot to expel the Palestinian Arabs, which it most certainly did not, the extensive British military presence in Palestine until the end of the mandate, which severely constrained Jewish military capabilities (from the prohibition of the bearing of arms and the confiscation of weapons and arrest of fighters, to the restriction of movement and repeated military interventions on the Arab side), would have precluded the slightest possibility of systematic “ethnic cleansing.”

And so it was that in the four months of fighting that followed the passing of the partition resolution vast numbers of Palestinian Arabs fled their homes even though the Jews were still on the defensive and in no position to drive them out. (p. 237)

The book is accompanied by 60 pages of notes to direct sources, thirty vivid photos and 5 informative maps that aid in making the events leap out from the page. The book also aids the reader with a list of “Dramatis Personae” and a detailed appendix of the Arab population of each city, town, and village on the eve of hostilities.

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Cuban Communist Party Support for Both Batista and Castro

Dr. Norman Berdichevsky (Bio and Archives)  Tuesday, February 15, 2011 


It is worth dwelling on the Cuban story at greater length, if for no other reason than more than any other, it is so obvious and so close at hand, both geographically in its distance from American shores and by the presence of more than a million individuals who now reside in the United States and were personally involved and aware of how the Cuban Revolution came to power.

It is all the more important to reveal the stark naked truth of the Cuban episode that has for the past fifty years elevated both Fidel Castro and Che Guevara into international icons on the level of pop-stars. The number of teenagers and would-be teenagers wearing Che or Fidel T-shirts probably exceeds those wearing any other emblem with the possible exception of the cross (probably more as a cosmetic adornment rather than a real religious symbol of faith).

Of course, all of this is a matter of simple research available in thousands of documents and first hand sources, but young people all over the world continue to sport their T-shirts in the self-induced hypnosis that opposition to the U.S. by Castro and the support given to him by the USSR and communist block as well as his fifty year long tenure in power and thousands of hours of speeches all vouchsafe that the Cuban regime deserves the support of The LEFT, if for no other reason than Castro opposed U.S. imperialism and overthrew a dictator and therefore, – as in Orwell’s book Animal Farm (Two Legs Bad; Four Legs Good!), i.e., the Communists were/are/always have been on the side of “The People.” 

There were, however, many Cuban refugees in the United States before Castro came to power. They had fled the island to escape the dictatorial and corrupt rule of Fulgencio Batista and they were also fleeing the communist influence in his government and domination of many Cuban labor unions. Let today’s teenagers ask their grandparents! Certainly, all of us who are 65 and older will remember how Desi Arnaz, the star-husband of Lucille Ball of the “I Love Lucy Show,” explained to an American audience that the shocking tabloid newspaper headlines (LUCY BALL IN RED LINK, LUCILLE BALL LISTED AS RED) accusing his wife of communist sympathies were pure libel and a foul trick of yellow-press journalists (no doubt they would be called practitioners of “McCarthyism” today).

Lucy and her brother had registered Communist at the request of their father, a long time labor activist. There was no other “red” connection to Lucy but in addition, Desi revealed in several public appearances how he had fled Cuba and been “kicked out” because of his refusal to tow the line of the Communist dominated unions. He had arrived in the U.S.A. penniless and cleaned canary cages to earn money. As for Lucy’s alleged communist sympathies, Desi put it succintly—-“the only thing red about Lucy is her hair and even that is fake.” 

Populist, anti-American, charismatic figures with strong support among government controlled labor unions

Batista and several puppet presidents under his control had “earned” the support of Cuba’s Communist Party because they appeared as “revolutionary” and “Anti-American.” Other Latin American leaders such as Argentina’s dictator, General Juan Peron and Hugo Chavez of Venezuela today, also appealed to the same bases of support as populist, anti-American, charismatic figures with strong support among government controlled labor unions. The historical obedience to Moscow which characterized most Latin American Communist parties since their creations in the twenties and thirties lay behind the difficult relationship that characterized Fidel Castro’s initial attitude toward Communism and the role played by the old Cuban Communist Party before he gained power in January, 1959.

Although many Afro-Americans were hoodwinked by Castro’s propaganda about the Cuban Revolution bringing “racial equality” to the island’s population for the first time, it was none other than dictator Fulgencio Batista, a “mixed blood,” the descendant of Italian, Spanish, Chinese and African ancestors, who had been the victim of discrimination. He had not been allowed to join the Havana Yacht Club because of his mixed race, a factor he exploited because it focussed attention on the elitist character of the Cuban government and its old colonial heritage of racial prejudices. These prejudices were shared by none other than Fidel Castro‘s father, a wealthy land owner and sugar plantation owner who had supported the Spanish government against Cuban revolutionaries in the 1890s.

THE EARLY PARTY, 1920-1954

Surprisingly, The Cuban Communist Party had deep roots in Cuba going all the way back to the success of the Russian Revolution and Lenin’s ascension to power. The future seeds of distrust between the old Cuban Communists and Fidel Castro were sown many years before Castro became an important figure in Cuban politics. The party was organized in Havana in August, 1920 by a few admirers of the Russian revolution and by the 1930s had become a powerful force in many labor unions, an achievement unmatched elsewhere in Latin America. Its founders were a particularly diverse group of individuals, Julio Antonia Mella, a student activist, Carlos Balino who had been a follower of Cuban nationalist hero Jose Marti and Fabio Grobart, a Jewish immigrant tailor who had been caught up in the Civil War that occurred in Poland and managed to reach Cuba.

Communists played only a very minor role in the 1933 popular revolution that deposed the Cuban dictator Gerardo Machado (1925-1931). It was during this episode that “strong man” Fulgencio Batista with Communist support emerged on the national political scene.  Latin American Communist Party leaders in late 1934 met for a conference in Moscow chaired by Dimitri Manuilsky, for many years head of the Comintern and one of Stalin’s closest friends.

The Cuban Communist party was led at that time by Blas Roca, its Secretary General. Decisions were made with Stalin’s blessing to support insurrection in Brazil, a popular front in Chile, favor an extreme anti-American nationalist program in Mexico and the formation of an eventual alliance with the ruling clique headed by “radical nationalist” leader, Batista in Cuba. This Cuban coalition was named the Unión Revolucionaria.

In September 1934, Batista issued a declaration declaring that “The Communist Party in accordance with its own statutes is a democratic party which pursues its objectives within the margin of the capitalist regime and denounces violence as a means of political action, and a consequence of this, has the right to the same treatment as any other party in Cuba.”

Batista ruled the nation through a puppet president and in 1937, gave his full agreement to the creation of the Union Revolucionaria Party. In 1938, he permitted the publication of the (still illegal) Cuban Communist party’s official newspaper Hoy, edited by Anibal Escalante. Cuban Communist leaders Blas Roca, and Joaquin Ordoquí, met with Colonel Batista and issued the resolutions to be followed that the Party had to adopt a positive attitude towards Colonel Batista “in view that Batista was a defender of democracy.”

By the late 1930s, Batista and the Communists worked hand in glove to allow “free elections” in order to continue their control of the government, form a constituent assembly to produce a new constitution and legitimize the power of a puppet president, Frederico Laredo Bru.

In May 1939, 937 Jewish refugees on board the German passenger ship St. Louis were denied entry to Cuba due to the revocation of their visas by President Bru. Apparently, the only motivation for this inhuman act was Bru’s desire to obtain an even bigger bribe than he had been promised, a move that also garnered support from many Cubans under the guise of protecting “Cuba’s Workers,” fearful of more Jewish refugees receiving asylum or economic assistance during the Depression. This was the politics of envy so carefully nurtured by the Nazis and the Communists who only a few months later would celebrate their alliance in the Molotov-Ribbentrop Pact of Non-Aggression between the USSR and Germany.

The St. Louis affair was a terrible blot on the conscience of all those who opposed the Nazi threat and anti-Semitic policies. It also sits uncomfortably for the Castro regime who thus required a version of their own “Cuban history”
. Rather then admit that the totally corrupt Cuban government of President Bru (with Batista sitting in the wings) and actually controlling affairs with Communist support was responsible for refusing permission for the Jewish refugees of the St. Louis to seek safety, the version taught in Cuban schools today (and repeated by stooges of the Castro regime writing in to several internet sites about the St. Louis affair), is that the Roosevelt administration ordered the Bru government to reject the right of the passengers to disembark in Havana although they were in possession of Cuban immigration visas and landing permits.

The Cuban Communist Party took no steps to demand acceptance of the refugees. This is all the more reprehensible and disgusting since an earlier generation of Jewish refugees arriving on the island in the early 1920s gave support to the Cuban Communist Party out of all proportion to their miniscule representation in Cuban society. The great majority of Cuban Jews were however not Communists and had formed a committee to consult with President Bru in the hope that the refugees would be accepted elsewhere but appeals to half a dozen Latin American countries and the United States to accept the St. Louis passengers fell on deaf ears and they were ordered to return to Hamburg. At the last moment, Britain, Holland and Belgium agreed to accept the passengers. World War II began only two months later and at least 90% of them were murdered in the Holocaust.

The U.S. has nothing to be proud of in this story since U.S. Coast Guard boats shadowed the St. Louis to make sure that no attempt was made to dock and unload the “illegal immigrants” on American shores but the absurd attempt by the Cuban government to transfer the blame on the U.S. is typical of almost fifty years of Castro’s regime.

Frederico Laredo Bru (a name that will “live in infamy”) was driven by greed and a thorough disregard for any humanitarian concern. Although put in power by Batista, he also wanted to demonstrate that he was not just an insignificant puppet but could demonstrate his own power and pride by defying the Minister of the Interior, appointed by Batista, who had originally granted the visas to the St. Louis passengers. 

In the 1940 election, although the Communists dominated most unions, anti-Batista candidates won 41 of 76 seats, receiving 225,223 votes, while Batista and the Communists won 35 seats and only 97,944 votes. In spite of this rejection of a popular mandate, the Cuban Communist Party urged continued support for Batista who, with their aid, managed to be elected president in spite of his poor parliamentary election results.

Batista resigned his military post as Chief of the Armed Forces and announced his candidacy for the 1940 Presidential elections. It was an honest one in in which he won with full Communist support, promising partial state control of the sugar, tobacco and mining industries as well as land reform. Batista also made anti-American statements to endear him to the Cuban working class which, in spite of U.S. intervention to help win Cuba’s independence from Spain, still regarded the United States with distrust and envy.

Two close associates of Batista were also later to become high ranking Communist members of Fidel Castro‘s government, Juan Marinello (later a member of Castro’s Politburo), who lost his attempt to win the post of mayor of Havana in the 1940 elections and Carlos Rafael Rodriguez (who eventually became Castro’s Vice-President).

Batista’s popularity increased during the war years of his second official presidency, 1940-1944 due to the rise in prosperity caused by the Allies’ demands for sugar, nickel and manganese. As 1944 approached, Batista played a charade by appearing to “step down” as a true democrat. In this way, he would win additional good will support from the United States that was anxious about his ties to the Communists.

As president, Batista was a strong, “democratic leader” but had to suppress an attempted coup by his chief of staff. He extended social welfare measures to workers in the countryside and declared war on the Axis Powers on December 9, 1941 followed by recognition of the Soviet Union in 1943. During the war, Cuba benefited from US aid and the high fixed price of sugar at 2.65¢ a pound. This helped moderate Batista’s anti-American tone.

Once again however, a fairly honest election set back the Batistianos and the Communists. In 1944, Dr. Ramon San Martin Grau was an ex-University professor with substantial student backing and promises of a more honest regime. He won the popular vote in the presidential election and served until 1948. Despite his initial popularity, accusations of corruption tainted his administration’s image, and a sizable number of Cubans began to distrust him.

Batista, who had garnered a fortune of twenty million dollars, the result of his being the real man in charge of Cuba since 1933, appeared to fade away yet communist leaders Carlos Rafael Rodriguez and Blas Roca wrote, in their 1945 book, En Defensa del Pueblo, that “the people’s idol (Batista), the great man of our national politics” was not gone forever. Although the dictator enjoyed Communist Party support for well over twenty years of despotic rule, 99.99% of left-wing college students and many American journalists proudly wearing their Che T-shirts will assure you that “America has always supported corrupt dictators like Batista in Cuba”. During a period of several years, Batista relocated to Florida 1945-48,  and lived in Daytona Beach where there is still a museum of Cuban art with works that he had “borrowed.”

Batista was a masterful politician who enjoyed the confidence and support of the propertied classes while he cultivated the Left, but the wealthy class in Cuba understood that they need not fear him. He had become quite conservative as he became wealthy. Moreover, Cuba on a few additional occasions demonstrated its “popular” anti-American line such as the vote against the partition of Palestine.

Cuba was the only non-Arab and non-Muslim state that voted against the proposal to establish a Jewish state thereby accenting its “independent“ line of foreign policy. Incredibly, several Jewish Cuban communists fully supported the decision simply because it helped cement an image of the Party as “anti-imperialist.” The two Latin American states that had had strong ties to the Axis with strong pro-German leanings at the beginning of the war, Chile and Argentina, abstained. Mexico also followed a “neutral” policy to show its independence of the United States.

Cuba used the Palestine question to try and rally
support among other Latin American states to offer a counterweight to the United States and enlist Arab countries to form a strong block of small nations. The Cuban Communist Party was in an uncomfortable dilemma and out of step on this issue. It could not attack the “popular” anti-American line of the government on the foreign policy issue of Palestine even though the USSR and its East European satellites had all supported the Palestine Partition Plan.

The Latin American headquarters of the Comintern moved from Mexico to Cuba in 1940 and the Communists had a very strong presence in the Cuban Federation of Labor. There were chronic strikes and labor disputes in 1947-48. Student rioters (including Fidel Castro), urban gangsterism, roaming armed bands in the countryside and political assassinations all produced turmoil. The spark for Castro’s political activism was Eduardo Chibas, who, like Castro, came from a well-to-do Galician family from Guantanamo, in Oriente province. Like Castro, he was educated by Jesuits, and was a member of the Cuban elite, deeply religious, but a violent anti-Communist.

In 1948, a stooge of Batista, Carlos Prío Socarrás, was elected as a minority President but the Communists lost three seats in the Senate. Ominously, and forgetting all of his previous anti-American rhetoric, Batista ran his campaign from Florida and was elected as a Senator. Castro, at this time was a prominent figure in Havana politics and a protege of Chibas. In response to these events, the Cuban Communist Party criticized Castro and the other student adventurers for participating in anti-government street fighting during an international conference in Bogota, Colombia.

At the same time and place as the Colombian events, Argentinian Communist Party member, Ernesto Che Guevara, who was present at the Bogota conference, never left his boarding house during the disturbances. Eddy Chibas committed suicide in 1951 during a public address to the nation to call attention to what he believed was a campaign by corrupt politicians to deny him the election, thereby creating a political vacuum in Cuba, leading to the reemergence of Batista in Cuban politics. A few weeks after Chibas’ suicide, Castro met with then Senator Batista and spent several hours in discussions with him at Batista’s ranch. What they discussed is not known but on March 10, 1952, Batista usurped control of the government in a bloodless coup thereby fulfilling Chibas’ worst fear expressed before his death.

The next day, as proclaimed chief of state, Batista moved into the presidential palace. The most radical opposition to Batista’s seizure of power came from the wealthy racist Cuban elite who had detested Batista as a “mixed-blood.” From 1948 to 1952, the Cuban Communist Party had lost control of the unions and the party was divided on whether to support him again. Batista suppressed all opposition newspapers but allowed the Communist daily “Hoy” to remain open, an obvious ploy to win continued communist support.

When Fidel Castro founded his “Revolutionary” Movement, Communists were automatically excluded from joining it and the Party denounced Castro‘s attack on the Moncada Barracks of July 26, 1953, in Santiago de Cuba. The American Communist daily newspaper “The Daily Worker”, described the Castro led attack as “a putschist method peculiar to all bourgeois political factions.”

When Castro ultimately succeeded, he and the Communists knew they were meant for each other regardless of the past. For Fidel, it was the discipline and support of an international force directed against “American imperialism” and capable of providing massive economic, diplomatic and military support. For the Communists, it was a simple shift to another “people’s idol.” Find the official website in Spanish of the Cuban Communist Party, and read the section marked “History”. It contains not a word about the Party from its founding until January 1, 1959. This is how internal contradictions are typically resolved by totalitarian regimes.

Much water has passed under the bridge since then. Part of the self-delusions of those who identify themselves as “progressives,” or many liberals today is their immediate and most often mistaken gut reaction that the “masses” must be right when they emotionally respond to anti-Western and especially anti-American (and even more irrationally, anti-Israel, anti-Christian and anti-Jewish) rhetoric and jargon.

For the Marxist LEFT and many of those who call themselves “Liberals” today, there is no better litmus test for political correctness than the envy of the poor and downtrodden, a powerful forced that can be manipulated. No matter how fanatical, corrupt, degenerate and blind to any humanitarian consideration of such despicable characters as Batista and Bru, or Peron, and later Castro, Nasser, Arafat, Ahmadinejad, Mao Tse Tung, the Ayatollah Khomeini or Saddam Hussein were, they are thought to speak for “The People,” the “Nation,” the “workers,” the “dispossessed,” the “poor,” the “homeless,” refugees etc. The failure to see in such leaders both a symptom and a basic cause of their nations’ problems is the continued malaise of much of the political LEFT.

Dr. Norman Berdichevsky (website: nberdichevsky.com/, Ph.D. – Geography, University of Wisconsin-Madison, 1974, is an author, freelance writer, editor, researcher, lecturer, translator and teacher with sophisticated communications skills.

Dr. Berdichevsky can be reached at: letters@canadafreepress.com

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A Parallel Universe?” ; Nazis in Newark, 1933-39 and Their Counterparts Today

Nazis in Newark by Warren Grover. 

 Dr. Norman Berdichevsky (Bio and Archives)  Saturday, September 4, 2010 

(A book review of Nazis in Newark by Warren Grover, 
Transaction Publishers, New Brunswick, N.J., 2003; 
ISBN 978-0-7658-0516-4)

The crisis we face today that has resulted in an ever more aggressive and truculent, militant Islam threatening the foundations of Western civilization from without and within, bears an uncanny parallel, almost a parallel universe, with the dreadful anxiety-filled 1930s, when a virulent Nazism intimidated and cowed much of public opinionthroughout the United States.

The recent incident at Ft. Hood, in which an American born Muslim carrying out the tenets of Jihad resulting in numerous deaths that has “dumbfounded” the Pentagon, puts into the sharpest relief the blindness of our highest authorities, both civilian and military, and their total ignorance of Islam and its many followers who are committed to jihad yet thrive and scheme while protected by our laws. Dozens of “isolated incidents” involving Muslims committing heinous acts of murder and honor killings have been swept under the carpet by our government and mass media treating the guilty as “lone individuals” suffering from “derangement” or “personal crises” while ignoring the ideology that lies at the bottom of their mental instability.

This is all the more reason to read “Nazis in Newark,” a book that reveals a parallel history two generations ago with the apathy to danger in our midst today. Under the impact of a world depression, a large majority of isolationist public opinion in the United States, including many self styled Liberals, sought to adopt a default policy of America first, excusing anti-Semitism, making amends for saddling Germany with war guilt and avoiding any rearmament. Their first object of assigning blame was then, like today, to avoid placing it on the Germans, or the Muslims and their allegiance to Nazi and Jihadist doctrines, but instead on those “war-mongers” who “inflamed emotions” by a “reckless foreign policy,” one that dared to confront the evil ambitions or ruthless dictators and fanatics who had constructed a scenario blaming the Jews for all the world’s ills.

This book is an accurate and insightful account of the struggles of decent Americans who sought to call public attention to the growing menace of Nazism within the United States and the confrontations on the streets of Newark, New Jersey which witnessed the most direct physical battle of the era between Nazi sympathizers and American Jews. It recalls a parallel universe to today’s battles with one notable exception, the absence then of much of the current insane political correctness and “multiculturalism” that excuses Islamist crimes and designs to wreck the foundations of American democracy and self-defense.

Glover’s book casts a sharp clinical light from the standpoint of history on the sanctimonious attitude of Jewish Obama supporters who have created the ultra-Liberal “J-Street” refusing to acknowledge the open anti-Semitic stance or radical Far Left character of many of the President’s most influential supporters, associates and appointees who demean and defame Israel and Zionism.

For them, any sign of Jewish pride must be demeaned in order to secure theircertificate of “kashrut” as loyal Democrats for whom all other ethnic, racial or religious groups must be encouraged to seek special favor from the government and be recognized as an important and proud element of a rainbow coalition.

In a strange irony, many of these ultra-Liberal, ultra-Reform Jews apparently act from much the same motivation and rationale as ultra-Orthodox Jews, convinced that they are setting an example for all the Gentiles as a priestly caste bringing “Light unto the nations,” thereby fulfilling God’s commandments. Like t
heir Orthodox grandparents, they feel obliged to seek forgiveness for their sins but instead of once a year on Yom Kippur and turning to God, they seek to assure their Liberal cohorts, “world opinion”, the U.N.,political correctness,and now President Obama that they are good Jews who are sufficiently self-critical.

While their parents and grandparents rejoiced at the rebirth of Israel in 1948 and regarded it mystically as partial compensation for the Holocaust, they have been psychologically intimidated by the constant anti-Israel line of the media and of the torrent of bloody confrontations picturing enraged Muslim mobs ready for constant mayhem to avenge what they regard as the worst injustice in human history (i.e. the creation of the Jewish State rather than the failure to establish an Arab Palestinian state).

In the 1930s, there were many Jews who at first timidly hoped for the Nazis to eventually change their tune and agreed to support a behind the scenes approach in order to avoid a confrontation that might embarrass a Democratic administration afraid of being labeled as interventionist in foreign policy yet, by 1939, the overwhelming majority of Jews and a growing majority of Gentiles realized that there could be no new “world order” as promulgated by the Nazis that would not be hostile to American interests and ultimate survival. The same realization of the Jihadist vision of a new world order today fails to mobilize the same call to arms.

When Jews actually organized successful real resistance in DEEDS and not just WORDS on a major scale (something unheard of today in the United States) in the Newark riots against the pro-Nazi organizations “Friends of the New Germany” and the “German-American Bund,” the initiative was largely on the part of conservative leaning Jewish war veterans with battle experience, professional and amateur boxers, gangsters, machinists, plumbers, glaziers, athletes, butchers and upholsterers with muscle power rather than the pious statements of “activists” on the Left and liberal leaning “progressive rabbis.”

The same was true in Britain after World War II when the “1943 Group” of Jewish war veterans took to the streets of London to forcefully evict the remnants of Moseley’s British Union of Fascists in defiance of the requests of the establishment British Board of Deputies who pleaded for British Jews not to act as vigilantes and leave their protection to the police (see The 1943 Group by Morris Beckman, A Centerprise Publication, London. 1992.)

The long dormant and docile majority among many Jews still suffering from a time warp in which FDR was regarded as a savior is wholly ignorant of the perfidious roles played by the New York Times and the BBC in their decades’ long campaign to slander and malign “The Jewish State” (the very term offends their international and cosmopolitan sensibilities).

The Jewish worship for learning continues to venerate what so many Liberals regard as “our finest academic Ivy League Institutions” such as Columbia, Harvard, Yale, Vassar and Barnard, aware that these names conjure up the picture of perfect liberal respectability with complete ignorance that precisely these universities were among the most anti-Semitic in their enrollment restrictions against Jewish students in the interwar years and that some of their most prominent faculty members including presidents and deans defended warmer foreign relations with Nazi Germany and opposed any anti-German economic boycott (see Rebecca Bynum’s excellent book review “Fashionable Fascism” in the November, 2009 on line issue of New English Review “The Third Reich and the Ivory Tower; Complicity and Conflict on American Campuses; by Stephen H. Norwood. Cambridge University Press,2009).

Many among today’s Jewish Liberals have convinced themselves that the Religious Right in Israel is their principal enemy and that to win credibility as progressives they must support a position that calls on Israel to make unlimited concessions no matter what the consequences. They follow the classic definition of insanity—“repeating the same course of failed action and still believing that the outcome will be different.” In the meantime, since the “Oslo Accords,” most Israelis have been cured of that form of insanity and realize the futility of continuing to act as if the Palestinian side with Iranian encouragement intends to abide by any of the promises made.

Flashback to the 1930s: Newark, New Jersey became the prime stage of confrontation due to its ethnic make-up and proximity to both New York and Washington, D.C. From 1933 until Pearl Harbor, it was the most prominent American city where the struggle against Nazi sympathizers took on the dimensions of pitched street battles. It is worthwhile recalling how the political battle for “hearts and minds” of Americans was fought and how the anti-Nazi struggle successfully engaged both Jews and Gentiles including German-Americans.

This is particularly important in the light of today’s squeamishness among the “politically correct” Left wing of the Democratic Party to demand that Muslim-Americans express their condemnation of Jihadist activity around the globe and the sympathy, aid and comfort rendered to those fighting our troops and murdering civilians in Iraq and Afghanistan and on a dozen other fronts.

The American Jewish boycott against the Nazi regime was initiated on March 19, 1933 by the national Jewish War Veterans at its annual convention in Atlantic City. Nowhere else in America was the call to battle so enthusiastically answered as in the Third Ward of Newark. The response came as a direct reaction to the parades and activities of the Friends of the New Germany, a Nazi front and propaganda organization.

The wealthier more integrated veteran Jewish community leaders of German origin were cautious at first and reluctant to utilize any measures beyond those of trust in the government and police as a strategy to oppose anti-Semitism. The established German-American community in Newark and elsewhere also initially viewed the Nazi government with suspicion and disfavor and hoped for an avoidance of any tensions with their Jewish
neighbors but with each political victory engineered by Hitler over the re-militarization of the Rhineland and Saar, the absorption of Austria and the Sudentenland, the take-over of Memel and demands on Poland to return the “Corridor” and Danzig, more and more German-Americans (although still a small minority) expressed support and pride in the new regime. In doing so, they accepted without reservation the accompanying racist anti-Semitic doctrines of the Nazis.

A growing number of the Liberal Christian clergy following the example of Pastor Reinhold Niebhur, although anxious to avoid any extra-legal measures, gravitated more and more to support of Jewish rights while many in the ultra conservative Catholic clergy, the African-American community and certainly among many hard core isolationists and “country-club” bluebloods among the WASP majority in America felt that this was a foreign matter of little concern to them.

Many even viewed anti-Semitism with “schadenfreude” regarding the Jews as radicals in Europe, staunch left-wing supporters of the new Roosevelt administration or a class of shopkeepers and landlords that had been given a deserved slap in the face.

The central figure in the Jewish resistance movement that arose in Newark was Abner “Longy” Zwillman, a notorious gangster and his henchman, ex-prizefighter, Nat Arno. Their gang was the leading criminal organization involved in bootlegging, racketeering, gambling, protection and labor union extortion all along the Northeast Coast. Zwillman’s financial and tactical support of the Jewish militant activists named “The Minutemen,” dedicated to disrupting Nazi meetings, had nothing to do with his criminal activities. He acted as a proud Jew, profoundly sympathetic to his friends and neighbors, many of them first generation immigrant Americans in Newark’s inner city Third Ward. He and Arno had used their fists and wits to combat anti-Semitism like many of his generation. From the 1920s to 1950s, and sporadically thereafter, American, British, Russian, Argentine, Hungarian and French Jews held many national and world champion boxing titles. Many of them wore the Star of David on their trunks, and were elected to the Boxing hall of Fame (for full list see List of Jews in sports – Wikipedia, the free encyclopedia)…

…including such greats as U.S. world champion middleweight boxer Benny Leonard (Benjamin Leiner; “The Ghetto Wizard”) who often fought and trained in Newark, Abe Attell (“The Little Hebrew”), U.S. world champion featherweightboxer, Monte Attell, U.S. world champion bantamweight boxer, Louis Kaplan(“Kid Kaplan”),[world champion featherweight boxer, Jaime Averboch, Argentine world champion welterweight boxer, Max Baer (“Madcap Maxie”), U.S. world champion heavyweightboxer, Al Bummy Davis (Abraham Davidoff), U.S. welterweight & lightweight boxer, Solly Krieger (“Danny Auerbach”), U.S. world champion middleweight boxer, Jackie Fields (Jacob Finkelstein), U.S. world champion welterweight & Olympic champion featherweight boxer, U.S. world champion bantamweight boxer, Ruby Goldstein (“Ruby the Jewel of the Ghetto”), U.S. welterweight boxer, U.S. world champion bantamweight boxer, Ben Jeby(Morris Jebaltowsky), U.S. world champion lightweight boxer, Battling Levinsky(Barney Lebrowitz), U.S. world champion light heavyweight boxer, Maxie Rosenbloom(“Slapsie”), U.S. world champion light heavyweight boxer, Barney Ross (Dov-Ber Rasofsky), U.S. world champion lightweight & junior welterweight boxer, Isadore “Corporal Izzy” Schwartz (“The Ghetto Midget”), U.S. world champion flyweight boxer and Al Singer (“The Bronx Beauty”), U.S. world champion lightweight boxer.

Between the two world wars, Jews held twenty-six world boxing titles. Where are they now? Nowhere in our parallel universe of today! The American Jewish scene with its rise in social and economic standing and its aspirations in the business, professional and academic worlds have made these former sports heroes and the spirit of a fighting Jewish community as remote as the days of the Biblical prophets.

It is this image of proud fighting Jews, today almost unilaterally associated with the Israelis, that makes Obama’s Jewish upper and upper middle class sanctimonious Jewish supporters nervous—the Israelis will not abide by the Marquis of Queensbury Rules when fighting savages yet their record exceeds that of any of the Allied and Western armies in protecting civilians during combat (see remarks to the U.N. by Colonel Richard Kemp who commanded British troops in Afghanistan in 2003 Richard Kemp – Wikipedia, the free encyclopedia BBC: Former British Army Colonel Richard Kemp Discusses IDF Gaza ).

Flashback again to Newark. Grover’s most damning indictment in the book is Chapter Five that bears the title “The Failure of Liberalism.” It chronicles the initial rejection by the Newark liberal, academic and clerical establishment of the two pastors Frank Kingdon (Methodist preacher, born in London and educated in Boston) a
nd Lucius Hamilton Garner (born in Alabama), both ruggedly handsome and dedicated to fighting for social justice, ending racial discrimination and combating anti-Semitism. Their only important local ally was a wealthy socialite, Amelia Moorfield, an early voice on behalf of pacifism, and feminism. It took a long and painful campaign of education to win over Labor union leaders and a reluctant clergy and academia in Newark to stand up and openly oppose the growing menace of the pro-Nazi “Friends” and later, the The German-American Bund.

Attempts by anti-Nazi organizations and mainstream Jewish groups to organize a boycott of German goods is the subject of a poignant chapter that reveals the unwillingness of any assistance by the government. This was a factor that limited what otherwise would have been a severe blow against the Nazi regime. President Roosevelt’s Secretary of State, Cordell Hull, during the entire period of 1933 to 1941 was convinced that anti-Semitism in Germany was not an American problem and that a boycott would worsen political and economic relations with Germany the maintenance of which remained an important goal of U.S. foreign policy.

The most prominent spokesman for the boycott was S. William Kalb, organizer of Newark Post 34 of the Jewish War Veterans. A man of great organizational ability, good public speaking skills, a physician and Marine combat veteran of World War I, he was frustrated by the lack of support demonstrated by the Jewish owners of Bambergers and Macy’s department stores, both contributors to Jewish philanthropic causes yet fearful of upsetting the lucrative business handling German export goods.

Liberalism was popular, especially among “white ethnics” in as much as it promised relief from the economic misery of the Depression but unable to bridge the gap in winning real progress to end racial discrimination against Blacks and counteract anti-Semitism. The ACLU, then as now, spoke out on behalf of what it considered its most important plank—the right of free speech protection for Nazis or Racists (however much their lawyers would contend that they opposed and abhorred racism and Nazism). Sound familiar?

In contrast to the disgraceful failure of much of the Liberal establishment and ACLU, the German-American League for Culture, founded in 1935 to combat Nazism and foster German culture, proved a staunch ally. The League fully supported German-American participation in World War II. As an American of German descent, journalist Dorothy Thompson felt it incumbent upon her to organize other German-Americans with the support of the League to speak out against Nazism, and counter the publicity given the pro-Nazi German-American Bund. In the fall of 1942, she approached the World Jewish Congress, which agreed to pay for such a statement, and in the last week of December, 1942, the “Christmas Declaration by men and women of German ancestry” was printed appearing in the New York Times and nine other major American daily newspapers, signed by fifty prominent German-Americans, the most famous beingBabe Ruth. Fast forward to today’s parallel universe.

Where is there a shred of similar action among Muslims who are American citizens? Where are their loud protests against the misuse of Islam and the affront to their pride as loyal and patriotic American citizens??? Where are the recognized and distinguished American imams calling for a March on Washington to proclaim their disassociation and rejection of terror? Nowhere! Only…deafening silence.

What little efforts have been made, mostly by those who have left Islam and by a few courageous individuals who refuse to follow CAIR, the largest so called “civil rights movement to protect Muslims” (an exact counterpart today of the Bund and Friends of the New Germany),have been refused coverage of their events by the mass media and by NPR (beneficiary of your tax dollars) as “too controversial”.

The wretched opportunism of the American Communist Party was revealed in the attempts to wrest control of the German-American League for Culture and use it as a front organization as they had similarly done with many Jewish and anti-Nazi organizations. As soon as the proclamation of the infamous, Ribbentrop-Stalin Non-Aggression Pact of August, 1939, the Communist front groups ceased their cooperation with the Minutemen and Jewish opposition to Nazi activities in the U.S., making them an object of derision among Jews everywhere.

The infamous alliance between Hitler and Stalin did more to mobilize general American support among Gentiles against anti-Semitism than any other factor. It had become abundantly clear that in spite of a noisy and all too visible Jewish presence in the American Communist party, it represented only a tiny fraction of the community. The communists’ patient and persistent efforts to penetrate anti-Fascist organizations, as well as their activities on behalf of the Spanish Republic, in favor of boycotting German goods and protests against Nazi anti-Semitism had all been tactical maneuvers.

The publicity provoked by the resistance of the Newark Minutemen to the pro-Nazi organizations helped focus Congressional investigations spearheaded by New York Congressman Samuel Dickstein (Chairman of the House Un-American Activities Committee known as HUAC) who relentlessly pursued leads that uncovered the financial assistance provided by the Nazi German government to both the Friends of the New Germany and its more powerful successor organization, The German-American Bund.

Fast forward to today—Why has our government remained silent on Saudi support and financing for Jihadi inspired Sunni terrorists throughout the world? In what must be one of history’s great ironies, the ACLU and the Nazis attacked Dickstein for his “witch-hunting,” exactly the same charge that many “Liberals” and Left wing dupes of the American Communist Party raised against HUAC a generation later (when it investigated Communist subversion and links to Moscow of many so called “Progressives” in Hollywood).

Warren Grover’s book is meticulously footnoted to original sources but is not a boring academic treatise. It is the fast paced exciting story of how a courageous minority of Americans, Jews and Gentiles, realized the evil on their doorstep and refusing to be cowed by it, sought to alert others to the imminent danger. If only today’s reality were the same!

Dr. Norman Berdichevsky (website: nberdichevsky.com/, Ph.D. – Geography, University of Wisconsin-Madison, 1974, is an author, freelance writer, editor, researcher, lecturer, translator and teacher with sophisticated communications skills.

Dr. Berdichevsky can be reached at: letters@canadafreepress.com

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