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Paranoia mit Parallelen: Breivik

Lizaswelt:

Zurzeit wird viel darüber räsoniert und spekuliert, was (und wer) Anders Breivik dazu getrieben haben könnte, erst eine Bombe zu zünden und dann mit stoischer Ruhe einen Massenmord an Minderjährigen zu verüben. Ist er ein isolierter Psychopath mit Allmachtsfantasien? Oder muss man ihn vielmehr als terroristische Speerspitze einer größeren, bedrohlichen Bewegung wider den Islam und den „Multikulturalismus“ betrachten? Vor allem der letztgenannte Erklärungsansatz hat in den vergangenen Tagen – genauer gesagt: seit dem Beginn der Verbreitung von Breiviks über 1.500 Seiten umfassender, als „Manifest“ deklarierter Kampfschrift – rasant an Popularität gewonnen. Denn in diesem wirren und irren Pamphlet nimmt der Mörder Bezug auf allerlei Denker, Ideen und Ideologien – und weil Immanuel Kant, George Orwell, Winston Churchill und John Stuart Mill es dummerweise versäumt haben, ihre Texte ins Internet zu stellen, stürzen sich zahlreiche Medien hierzulande auf von Breivik zitierte lebende Personen, allen voran auf Henryk M. Broder, und verkünden sogleich ihre Urteile, die von „Stichwortgeber“ bis zu „geistiger Brandstifter“ reichen (und eine Flut von widerwärtigen Droh- und Hassmails an Broder ausgelöst haben). Dieselben Leute, die noch bei jedem Anschlag oder Attentat einer islamistischen Terrororganisation zur Zurückhaltung mahnen, vor einem „Generalverdacht“ warnen oder gar ein gewisses Verständnis für die jeweilige Tat nicht verhehlen, können jetzt gar nicht schnell genug die vermeintlichen ideologischen Hintermänner (sowie gegebenenfalls deren Vereinigungen) eines wahnsinnig gewordenen, mörderischen, vom Herrenmenschentum besessenenEinzeltäters – und ein solcher ist Anders Breivik nach Stand der Dinge zunächst einmal – an den Pranger stellen.

Das Entsetzen über das Massaker wich in Deutschland bemerkenswert schnell einer (Mit-)Schuldzuweisung an so ziemlich alle, die sich jemals in irgendeiner Form kritisch oder ablehnend gegenüber dem Islam geäußert haben. Und da die vielen politischen Strömungen, die in dieser reichlich diffusen Menge vertreten sein sollen, dann doch erkennbar mehr trennt als eint, muss sich eine Klammer finden lassen, die sie dennoch unwiderruflich zusammenhält, etwas also, das über allem steht und den vermeintlich gemeinsamen Kampf gegen den Islam dominiert. Es war nur eine Frage der Zeit, wann jemand ausspricht, wer oder was denn diese Klammer sein soll, und so preschte die öffentlich-rechtliche Rundfunkjournalistin Bettina Marx vor: Die „Begeisterung für Israel“ eine „die linken und rechten Islamfeinde“, denn „in dem Land zwischen Mittelmeer und Jordan sehen sie den Brückenkopf des Westens im Nahen Osten und das Bollwerk gegen den Islamismus“. Ja, mehr noch: „Kritik an der Politik Jerusalems weisen sie als Antisemitismus zurück, die legitimen Ansprüche der Palästinenser gelten für sie nicht. Die Palästinenser werden pauschal als Terroristen verunglimpft.“ Und so lässt sich schließlich der ganz große Bogen spannen: „Von den christlichen Fundamentalisten in den USA und ihrer politischen Vertretung in der Tea Party über linke Antideutsche bis hin zu den neofaschistischen Parteien in Italien und Osteuropa reicht die Achse der islamophoben Israelfreunde.“ Fehlt noch jemand? Genau, das Objekt der Begeisterung höchstselbst: „Die Regierung in Jerusalem heißt all diese Unterstützer willkommen.“

Und gehört nicht auch Anders Breivik zu diesen Unterstützern? Man munkelt ja, er sei ausweislich seines „Manifestes“ ein Freund des jüdischen Staates und überhaupt der Juden. Dass Breivik die hellsichtigen Kritiken der Frankfurter Schule als das Werk destruktiver, linker, „kulturmarxistischer“ Juden betrachtet, die Europa eine „Political Correctness“ aufgezwungen und es in den „Multikulturalismus“ (also in den Untergang) getrieben hätten, dass er glaubt, die USA hätten ein „Judenproblem“, dass er von einer „Holocaust-Religion“ fabuliert, die der Erkenntnis
im Wege stehe, dass der Islam weitaus gefährlicher sei als der Judenhass und erheblich mehr Menschenleben gefordert habe als die Shoah – all dies und noch viel mehr wird schlichtweg ignoriert. Die Stellen im „Manifest“, wo Breivik sich auf bekannte Islamkritiker wie Henryk M. Broder bezieht, werden medial begierig aufgegriffen, um den Bezugsgrößen und ihrem Umfeld anschließend eine Komplizenschaft zu unterstellen und eine Mitschuld am Massenmord zu geben; die Passagen jedoch, in denen er sich antisemitisch äußert, unterschlägt man. Andernfalls würde ja auch die gar nicht einmal sonderlich subtil vermittelte Botschaft gefährdet, dass es mal wieder die Juden waren, die der Welt – in Person eines norwegischen Verbündeten und mit der Rückendeckung durch dessen Umfeld – ein mörderisches Unglück beschert haben.

In einer derart aufgeheizten Stimmung haben es besonnene und differenzierende Stimmen schwer. Eine davon gehört Richard Herzinger, der zu Recht feststellte: „Es wäre unsinnig, aus islamfeindlichen Einträgen des Massenmörders von Oslo in Internetforen zu folgern, es führe eine direkte Linie von auch hierzulande verbreiteten obsessiv muslimfeindlichen – oft zugleich auch antisemitischen – Affekten zu terroristischer Aktivität. Die Gefahr aber, dass sich fanatische Randgruppen unter dem Vorwand der Angst vor der (Selbst-)Auslöschung des ‚christlichen Abendlandes’ ihren islamistischen Antipoden – deren paranoiden Wahn sie in Wahrheit teilen – angleichen und ihre Methoden übernehmen könnten, ist nach dem Horror von Oslo nicht mehr von der Hand zu weisen.“ Gleichwohl gelte es, genau zu trennen, wie Herzinger in einem weiteren Beitrag ausführte: „Zunächst wäre zu fragen, was die Ankläger mit dem Begriff ‚Islamkritik’ eigentlich meinen. Diese Kampfvokabel schüttet den diametralen Gegensatz zwischen neonazistischen und rechtsnationalistischen Islamfeinden einerseits und andererseits aufklärerischen Säkularisten zu, die in den totalitären Zügen des politischen Islam eine akute Gefahr für die freiheitlichen Errungenschaften der offenen, pluralistischen Gesellschaft sehen. Während erstere Muslime als solche hassen, weil sie einem ‚fremden’ Glauben angehören beziehungsweise einem ‚fremden Kulturkreis’ entstammen, und von ihrer Deportation aus einem nunmehr wieder ‚artreinen’ Vaterland träumen, verteidigt die zweite Gruppe nicht zuletzt die Muslime selbst gegen autoritäre Strukturen in den islamischen Gemeinden, die den muslimischen Bürgern ihre Chancen auf Teilhabe an den Möglichkeiten der freien Gesellschaft beschneiden.“

Dieser Unterschied ist elementar, doch er wird nur von wenigen nachvollzogen. Nicht von den Rechtsnationalisten, die zwar erschrocken über die Terrortaten von Oslo und Utøya sein mögen, sich von ihnen distanzieren und sie verurteilen, aber an ihren xenophoben Phantasmagorien einer „Überfremdung“ Europas, die von linken „Multikulti“-Ideologen (wozu sie grundsätzlich alle zählen, die nicht dem rechtsnationalistischen Lager angehören) tatkräftig befördert werde, unverrückbar festhalten und sich bisweilen sogar in abstrusen Verschwörungstheorien ergehen – wie etwa jener, nach der es sich bei Breiviks Tat um eine „False Flag“-Operation mit dem Ziel, die Gegner des Islam zu diskreditieren, gehandelt habe. Und auch nicht von zahlreichen Medien und anderen Bescheidwissern, die auf ein Verbrechen wie jenes in Norwegen geradezu gewartet zu haben scheinen, um endlich die gesamte Islamkritik als ideologisches Rüstzeug des Teufels verdammen zu können. Dementsprechend lässt man nun bevorzugt „Experten“ wie Sabine Schiffer zu Wort kommen, eine „Medienpädagogin“, die nicht nur über gute Beziehungen zum deutschsprachigen Programm des staatlichen iranischen Rundfunks verfügt, sondern auch Sympathien für Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen des 11. September 2001 hegt und nicht zuletzt „jüdische Organisationen“ der „Verbreitung des antiislamischen Rassismus“ bezichtigt. Der Deutschlandfunkbat sie gestern zum Interview, und auch wenn es ausgesprochen mühsam ist, Schiffers Gestammel so etwas wie eine These zu entnehmen, lässt sich doch festhalten, dass sie nicht nur verschiedene Blogs, sondern allen Ernstes nahezu die gesamte Medienlandschaft der „Islamophobie“ zeiht und ihr somit eine Mitschuld an Breiviks Mordtaten zuweist.

Kaum jemandem fällt auf, dass es zwischen Anders Breivik und den Islamisten essenzielle Gemeinsamkeiten gibt (die Breivik sogar selbst benennt), ja, dass beide sozusagen Brothers in Crime sind. Als einer der wenigen neben Richard Herzinger hat das Bremer Aktionsbündnis gegen Wutbürger diese Parallelen erkannt und benannt: „In Wirklichkeit verhält es sich so, dass der Adorno wegen seiner ‚Studien zum autoritären Charakter’ hassende Breivik als Prototyp eines solchen den Islam zutiefst beneidet, weil der Islam eine gesellschaftliche Hierarchie, strenge Regeln und religiöse Werte im Einklang mit seinem kulturellen Erbe bietet, also all das, was Breivik in der europäischen Gesellschaft so schmerzlich vermisst. Breiviks Islamhass und sein wahnhafter Kampf gegen ihm übermächtig scheinende Gegner, gegen die nur ein Wunder helfe, erscheint als Ausdruck eines Gefühls der eigenen Ziel- und Wertlosigkeit. Letztendlich will er im Kampf gegen den Islam selbst in einer Gemeinschaft aufgehen, die der der Djihadisten ähnelt: zum Letzten entschlossen, skrupellos, gewalttätig und im festen Glauben an die Überlegenheit der eigenen Überzeugungen.“ Im Grunde genommen gleicht Breivik vor allem den Salafisten: Auch diese haben es zuvorderst auf „Abtrünnige“ in den eigenen Reihen, also auf „Feinde“ im Inneren abgesehen. Und so, wie die Salafisten weltlich orientierte Muslime (oder wen sie dafür halten) bedrohen, verfolgen und töten, zündete der norwegische Massenmörder erst im Regierungsviertel eine gewaltige Bombe, bevor er ein Feriencamp sozialdemokratischer norwegischer Jugendlicher heimsuchte, um dort eigenhändig und kaltblütig ein Massaker unter jenen anzurichten, die er in seinem irrationalen und fanatischen Weltbild für den „kulturmarxistischen“ und „multikulturellen“ Nachwuchs hält.

Diese frappierenden Parallelen bemerkte übrigens auch der norwegische Botschafter in Israel, Svein Sevje, nicht; im Gegenteil hielt er es für nötig und richtig, gegenüber einer israelischen Tageszeitung die Ansicht zu äußern, der (islamistisch geprägte) palästinensische Terror sei zwar ebenfalls „moralisch inakzeptabel“, verfolge aber immerhin „ein definiertes Ziel“, das „im Zusammenhang mit der israelischen Besatzung“ zu sehen sei – womit er ihn sowohl rationalisierte als auch faktisch entschuldigte. Dass Sevje zudem die Einbeziehung der Terrortruppe Hamas in Friedensverhandlungen für unverzichtbar hält, ist da nur folgerichtig. Echauffiert hat sich nicht nur hierzulande kaum jemand über diese unsägliche Trennung in einen schlechten und einen irgendwie nachvollziehbaren Terror. Man stelle sich dagegen vor, wie wohl die Reaktionen ausfielen, wenn der israelische Botschafter in Norwegen einer norwegischen Zeitung sagen würde, er verurteile Breiviks Terror zwar, doch habe dieser immerhin ein definiertes Ziel verfolgt, das im Zusammenhang etwa mit der norwegischen Einwanderungspolitik zu sehen sei. Das hat der israelische Botschafter selbstverständlich (!) nicht geäußert; im Gegenteil hat das offizielle Israel die Morde scharf verurteilt und den Opfern große Empathie entgegengebracht. „Wir in Israel können uns voll und ganz in diese Katastrophe hineinversetzen und sind zutiefst schockiert von diesem Verbrechen“, sagte beispielsweise Premierminister Benjamin Netanyahu. „Wir kennen den unerträglichen Schmerz der Familien und der Nation. Deshalb möchte ich den Menschen, der Regierung und dem Staat das aufrichtige Beileid der Menschen, der Regierung und des Staates Israel aussprechen.“ Man darf gespannt sein, wie die Reaktionen aus norwegischen Regierungskreisen ausfallen werden, wenn es im jüdischen Staat mal wieder zu einem Angriff von Terroristen kommt.

Source: Lizaswelt

Die Methode Breivik

GERHARD SCHEIT:


„Ist’s Wahnsinn auch, so hat es doch Methode“ – so lautet das Shakespeare-Zitat, das vielen jetzt zur unausdenkbar grausamen Tat von Oslo einfallen mag, sobald sie einen Blick in das 1.500-seitige Manifest des Täters geworfen haben. Die Linken ergreifen die Gelegenheit, von der Tat und vom Leid selbst sich gleich wieder abzuwenden: Dem gesunden Hausverstand, den Freerk Huisken besitzt, erscheint die Methode dieses Wahnsinns nämlich völlig identisch mit der – als ganz normal angesehenen – Methode rechter Politiker, „die Kriege gegen islamisch geführte Staaten anzetteln […] und den Anhängern des in Terrorismusverdacht geratenen Glaubens in den europäischen Metropolen per Staatsgewalt – z.B. durch Bourka- bzw. Kopftuchverbot – die Schönheiten und Herrlichkeiten der europäische Kultur aufzwingen“. Die imperialistischen Politiker hätten es dabei nur „nicht nötig, dafür in Hinterhöfen aus Dünger Bomben zu basteln. Diese und vieles andere liefert die internationale Rüstungsindustrie den Damen und Herren, die im freien Westen über die Staatsgewalt verfügen, zu freiem Gebrauch frei Haus. Welch Wahnsinn!“

Liberale, die sich ihren eigenen Menschenverstand vom gesunden noch nicht ganz austreiben haben lassen, beschränken sich einstweilen darauf, Politiker und Publizisten zur Besonnenheit, zum Innehalten und zur „ideellen Selbsthygiene“ zu ermahnen. Richard Herzinger sieht in der Welt nun auch die „Islamkritik“ in der Pflicht, sich ihrerseits vom Terrorismus zu distanzieren – nicht anders als die anderen politischen Milieus heutiger Demokratie, ob es nun Linke oder Muslime seien: Nur wenn er „in dem jeweils ‚eigenen’ Milieu, in dem er Rückhalt sucht, systematisch isoliert und geächtet wird, kann er erfolgreich ausgetrocknet werden. In diesem Sinne bedeutete es kein irgendwie geartetes Schuldeingeständnis und wäre kein Ausdruck schlechten Gewissens, wenn ‚Rechtspopulisten’ und andere Verfechter der These, wir seien akut von ‚Islamisierung’ und ‚Multikulturalismus’ bedroht, den Schock von Oslo zum Anlass nähmen, sich deutlicher als bisher von apokalyptischen Untergangsfantasien und hasserfüllter Endzeit-Paranoia loszusagen.“

Das heißt, Herzinger beruft sich auf die „Grundwerte unserer demokratischen Zivilisation insgesamt“. Elementare Säulen dieser Werte seien „die Tugenden der Mäßigung und Selbstdisziplinierung, die gegen die Überschreitung der Grenzen zu Terminologie und Tonfall des Hasses sensibilisieren. Nicht jeden Affekt, und entstammt er auch noch so tiefer Überzeugung, die ganze Wahrheit erkannt zu haben, ungefiltert und ohne Rücksicht auf die Folgen in die Welt zu schreien, bedeutet keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern im Gegenteil ihre aktive Pflege.“ Soweit diese Diätetik nur abstrakt den Grad, die Intensität, die Gefühle des Handelns betrifft, nicht aber deren Inhalte, klingt sie ein wenig wie die Spießermoral „Alles mit Maß und Ziel“ und könnte auch als Aufruf zum Appeasement missverstanden werden.

Dabei ist nun das Manifest von Anders Breivik, was seine politischen Ziele betrifft, keineswegs von messianischen Untergangsfantasien erfüllt oder von totalitären Vorstellungen von Demokratie, wie auch Caroline Glick unter Bezugnahmen auf Talmons historische Untersuchungen zu erkennen meint. Das Zukunftsideal des irren Massenmörders widerspricht nicht unbedingt dem, was auch manche antitotalitär gesinnte Demokraten wollen: Favorisiert wird ein Zustand, den etwa Südkorea und Japan erreicht haben, oder eine Ordnung, wie sie Europa vor dem Ersten Weltkrieg kennzeichnete. Von christlichem Fundamentalismus kann insofern keine Rede sein, als sich kein ausgeprägter Bezug zur Bibel oder zu Jesus Christus erkennen lässt. Die Apokalypse erscheint – ähnlich wie bei Carl Schmitt nach 1945 – nur als notwendiger Durchgangspunkt auf dem Weg ins 19. Jahrhundert, an dem Breivik nicht zuletzt die Unterordnung der Frau im Rahmen der Kleinfamilie schätzt.

Dafür überträgt sich die apokalyptische Fantasie sofort auf die Öffentlichkeit, die über Manifest und Anschlag berichtet: Man malt eine Welle antiislamischen Gegenterrorismus’ an die Wand; die gewaltbereite Szene rechter und nationalistischer Gruppen werde sich nun an der Tat Breiviks orientieren und zum bevorstehenden endzeitlichen Gefecht zur Verteidigung des Abendlands gegen Islamisie
rung und multikulturelle Zersetzung rüsten. Die Erkenntnis, dass es sich um die Tat und das Manifest eines Einzelnen handelt, eines Einzeltäters im eminenten Sinn, wird dabei hintertrieben, auch wenn die Ermittlungen der Polizei und die Kommentare von Psychiatern genau darauf hinauslaufen. Die Berichterstattung scheint von der Intention besessen, die Unterschiede zwischen diesem vereinzelten antiislamisch motivierten Anschlag und den systematischen islamischen Attentaten der letzten Jahrzehnte möglichst rasch zu verwischen und alle Proportionen zu beseitigen, als sollte der Eindruck erzeugt werden, es wäre mit Breiviks monströsem Amoklauf aufgewogen, was der massenhafte Amoklauf des Djihad an Leid über die Menschheit gebracht hat und weiterhin bringt. Wie groß muss da das Bedürfnis der Öffentlichkeit nach einer solchen Tat gewesen sein – und woher kommt es, wäre zu fragen. Schließlich fehlten nur noch die Verschwörungstheorien (die natürlich nicht lange auf sich warten ließen), wonach Israel hinter dem Anschlag stecke – oder in der gemäßigten Form  wie im Spiegel, für den Breivik zeigte, „wie weit verzweigt das Netzwerk rechtspopulistischer Gruppen und Parteien in Europa tatsächlich“ sei; es reiche „vom Front National in Frankreich über Vlaams Belang in Belgien bis zur Freiheitlichen Partei Österreichs“ – und es sei Israel, das an dieser Rechten „Interesse“ habe.

Der Kern des Manifestes

Ist es auch die Methode eines Einzeltäters, so besitzt sie dennoch den Wahn des Kollektivs. Darauf stößt auch Richard Herzinger, wenn er über Breivik schreibt, es sei nicht mehr von der Hand zu weisen, dass sich „fanatische Randgruppen unter dem Vorwand der Angst vor der (Selbst-)Auslöschung des ‚christlichen Abendlandes’ ihren islamistischen Antipoden – deren paranoiden Wahn sie in Wahrheit teilen – angleichen und ihre Methoden übernehmen könnten“. Die Nähe zum Amoklauf hat hier ihren Ursprung: Denn jene Angleichung an den djihadistischen Antipoden ist durchaus nicht möglich ohne entsprechende Ideologie, ohne den Zusammenhalt des islamisch geprägten Rackets, oder besser gesagt: Sie kann ohne solche Voraussetzungen überhaupt nur in Gestalt eines psychopathischen Einzeltäters vollzogen werden, der den Amoklauf gegen einen ganzen Staat versucht, eines Führers ohne Masse, dessen Fantasien in ihrer Kombination so abstrus und „idiotisch“, das heißt: vereinzelt und verborgen sind, dass er sie mit anderen, gar mit einer längerfristig bestehenden Gruppe von Fanatikern, nicht mehr teilen kann. So musste er einen ganzen Koran selbst schreiben bzw. aus Zitaten der verschiedensten Websites zusammenmontieren, den kaum einer gelesen hätte ohne seine Tat; so war er genötigt, sich widerstandslos festnehmen zu lassen, statt wie ein Djihadist sich selbst zu opfern, um nur ja noch einmal Gelegenheit zu bekommen, seine Motive öffentlich darzulegen – und das am besten in einer seiner Fantasie-Uniformen.

Das Auffälligste an Breiviks Mimikry ist jedoch, dass er den Hass auf die Juden nur fragmentarisch nachvollzieht (was die Medien in ihrer Berichterstattung dazu nutzten, ihn ganz zu unterschlagen). Sein gesamtes Manifest folgt geradezu dem Prinzip, von den Antisemiten bis ins Detail der Ressentiments möglichst viel zu übernehmen – so vor allem das Feindbild, worin „Marxisten“ und „kapitalistische Globalisten“ ineinander aufgehen, aber auch die spezifisch ausgeprägte Polemik gegen die Emanzipation der Frauen –, nur nicht den Antisemitismus selbst dabei ins Zentrum zu rücken. Dadurch wird es möglich, dass er sich auf Henryk M. Broder und Imre Kertész beruft (freilich nur, soweit sie nicht über die Shoah, sondern von europäischen Werten sprechen), die Juden, die Israel unterstützen, sogar als seine Brüder bezeichnet und statt vom Judentum, das die abendländischen Werte zersetze, lieber von der Frankfurter Schule spricht, die genau damit begonnen habe. Von Hitler aber, den er eigentlich ablehnt wie die gesamte Ordnung, die sich nach dem Ersten Weltkrieg etabliert hat, zitiert er zustimmend die hohe Meinung über Karl Martell, der das Abendland rettete.

Wo es gegen den Islam geht, versteht das Manifest demnach die Juden im selben Sinn wie Hitler als Bündnispartner. So sieht die Parteinahme für Israel aus: Breivik gehört zwar nicht zu den Holocaust-Leugnern, aber es ist ihm zuallererst um eine Relativierung der Vernichtung der europäischen Juden zu tun. „Die ‚Holocaust-Religion’ ist zu einem destruktiven anti-europäischen Monster herangewachsen, das nationalistische Doktrinen unterdrückt“, schreibt er. „Und ohne nationalistische Doktrinen wird Europa verkümmern und schließlich sterben, wie wir heute sehen. Ironischerweise scheint selbst Israel ein Opfer davon geworden zu sein. Es ist wohl unnötig zu sagen, dass ich zwar ein Unterstützer Israels und aller patriotischen Juden bin, aber zugleich die Ansicht vertrete, dass die anti-europäische Holocaust-Religion dekonstruiert und durch eine anti-islamische Version ersetzt werden muss. Letzten Endes sprechen wir über das Missverhältnis von sechs Millionen getöteten Juden gegenüber 300 Millionen Juden, Christen, Hindus, Buddhisten, Zoroastrier und Animisten, die massakriert wurden. Die ‚Holocaust-Religion’ ist einer der Hauptgründe, warum Europa so empfänglich für die islamische Eroberung in Form der demografischen Kriegsführung ist und durch sie verwundet wird.“

Israel wird also nicht seinem Wesen nach als Zufluchtsstätte der Juden vor dem Antisemitismus betrachtet, sondern als Bollwerk gegen den Islam; die Grundlage des Staats wird ignoriert und ebenso der Hauptgrund dafür, den radikalen Islam zu bekämpfen: die von diesem Islam drohende Wiederholung von Auschwitz. (Die Stellen, wo das Manifest sich gezwungen sieht, den Status Israels als Reaktion auf den europäischen „Anti-Judaismus“ irgendwie anzuerkennen, sind darum etwa nach dem Muster formuliert: Nur unter der Voraussetzung, dass man akzeptiert, dass der Islam an allem schuld ist, kann a
uch dieser Status akzeptiert werden.) Eben darin zeigt sich, dass Breivik selbst durch und durch Antisemit ist, was en passant auch ganz offen hervortritt – so gerade, wenn das Manifest herauszustreichen sucht, es gebe in Westeuropa „kein Judenproblem“. In den USA allerdings verhalte es sich da anders, und wenn hier die Warnung angefügt wird, „nicht den gleichen Fehler wie die NSDAP“ zu begehen, dann bezieht sich das auf Europa, während für die USA Hitlers Methode offenkundig nicht ausgeschlossen bleibt, und zwar gegenüber denjenigen Juden, die sich, statt nach Israel zu gehen, assimilieren wollen.

Die Imitation des djihadistischen Antipoden, die Breivik vollführt, geschieht durch Projektion vom Standpunkt Israels aus, der aber nicht nur bloß willkürlich bezogen, sondern dessen eigenste Grundlage in toto missachtet wird und werden muss: die Notwendigkeit einer Zufluchtsstätte für Jüdinnen und Juden. Denn Breivik selbst ist als Antisemit Bestandteil dieser Notwendigkeit. Durch die Parteinahme für Israel ist er in der Logik seines Wahns lediglich gezwungen, den Hass auf die Juden vordergründig herabzustufen. Eben dadurch fehlt ihm wiederum der Zusammenhalt der fanatischen Gruppe, der sich anzugleichen seine Propaganda der Tat doch unternimmt. Die politische Synthese ist nicht möglich, insofern erst dieser Hass die vielen vereinzelten Fanatiker zur politischen Kraft und zum terroristischen Racket vereinigt. Und es ist gerade der Neid auf die Gemeinschaft enragierter Muslime und auf die Schlagkraft und Gewalttätigkeit ihrer Rackets, die den Attentäter von Oslo umtreibt. Der auf Gewalt sinnende Antisemit, der für Israel Partei ergreift, bleibt notwendig ganz isoliert. (So war für ihn auch in der norwegischen „Fortschrittspartei“ schließlich kein Platz mehr.) Also fantasiert er Gemeinschaft und Racket herbei und entwickelt dabei die infantilsten Vorstellungen. Djihadist des Westens, der nur als Psychopath Wirklichkeit wird, hascht er im Sortiment der Kulturindustrie nach den unterschiedlichsten Kostümen und posiert als Tempelritter-Animation, als Putin-Doppelgänger mit Orden, als Marxistenkiller im Kampfanzug mit vorgehaltenem Gewehr.

Wenn ein Antisemit für Israel Partei ergreift

Aber beliebig ist das alles dennoch nicht: Breivik hat bis zur letzten Konsequenz vorgeführt, was es heißt, wenn ein Antisemit für Israel Partei ergreift. Er verwandelt sich genau in das Monster, das die Antizionisten in Israel verkörpert sehen wollen. Die Jugendlichen der sozialdemokratischen Jugend, die er tötete,übten sich auf ihrer Ferieninsel in antizionistischer Solidarität mit den Palästinensern und der „Free Gaza“-Flotte, und (wie einige wenige Medien berichteten) als der Massenmörder sie jagte, glaubten manche von ihnen noch, es handle sich um eine zur politischen Belehrung inszenierte Vorführung israelischen „Staatsterrors“; sie fielen Breivik deshalb umso leichter zum Opfer.

In ihrer Ungeheuerlichkeit übertrifft Breiviks Tat jene, die wirklich als seine Vorgänger gelten könnten: den „Una-Bomber“ Ted Kaczynski in den USA, von dem er auch einiges in sein Manifest übernommen hat, oder den Briefbombenattentäter aus der Steiermark Franz Fuchs, der sich als „Bajuwarische Befreiungsarmee“ ausgegeben hatte. Diese Steigerung hängt fraglos mit dem neuen Bezugspunkt zusammen, den Breivik besitzt, mit der übermächtigen Konkurrenz, die er in den djihadistischen Rackets erblickt. Der „Una-Bomber“ nahm in seinem Irrsinn noch die technologische Elite ins Visier, um gegen die Umweltverschmutzung zu kämpfen; die „Bajuwarische Befreiungsarmee“ eröffnete ihren wahnhaften „Partisanenkampf“ gegen die ‚Verschmutzung’ des „Volks“. Gemeinsam ist ihnen, dass hier das Politische sich aus einem bestimmten Grund nur noch unmittelbar aus ihrer individuellen Psychopathologie erschließen lässt: Dieser Grund besteht darin, dass ihnen etwas fehlt, was sie erst zur fanatischen Gemeinschaft und zum terroristischen Racket befähigen würde. Daraus resultiert eine Gefährlichkeit, die sich mit politischen Mitteln im Grunde nicht bekämpfen lässt, sondern nur mit Psychiatrie und Polizei.

Andererseits bleibt die Frage, ob solche Attentäter gerade darin nicht wiederum etwas Politisches verkörpern; ob Breivik, eben strikt als Psychopath betrachtet, den gegenwärtigen Zustand bestimmter Kräfte, die unter das Schlagwort „Rechtspopulismus“ subsumiert werden, in extrem verzerrten Zügen widerspiegelt. Aber auch da wäre zu präzisieren: Sein Manifest beruft sich in ähnlicher Weise auf Geert Wilders wie auf eine „Wiener Schule“, womit wohl die FPÖ gemeint sein dürfte. Der Punkt, der in Breiviks Manifest keine Wichtigkeit bekommen darf, von dem aus sich aber die Methode seines Wahns erst erschließt, wäre auch hier der entscheidende, um zu differenzieren. Offiziell antisemitisch zu sein, ist fast überall mehr oder weniger tabu. Den Hass auf die Juden aber hinter dem Hass der Djihadisten auf das Abendland zum Verschwinden zu bringen und die „Holocaust-Religion“ zu dekonstruieren, weil sie Deutschland und dem Nationalismus in Europa schade, wie Breiviks Manifest es fordert, dieses Manöver ist der Verfassung des postnazistischen Subjekts – postnazistisch im engsten Sinn verstanden – wie angemessen, denn die Leistungen der Vergangenheit, die in der Vernichtung der Juden kulminierten, dürfen unter keinen Umständen, auch nicht im Konkurrenzkampf mit dem Islam, angetastet werden, weil sie die Grundlage der eigenen Gesellschaft sind.

Es entspricht auch exakt der aktuellen Politik der FPÖ, die neuerdings eine Wende im Verhältnis zu Israel herbeizuführen sucht, ohne darum etwa die Sympathien für die Politik der Islamischen Republik Iran preiszugeben. Das Problem ist nur, dass es sich hierbei noch immer um eine Partei und nicht um das Hirn eines Psychopathen handelt, und das bedeutet für ihre Funktionäre und Mitglieder, da
ss sie sich zwangsläufig in heillose Widersprüche verwickeln, kaum noch zu einer längerfristig geltenden Parteilinie zusammenfinden können, in einem Chaos der gegensätzlichen Parteitaktiken sich untereinander isolieren, zusammengehalten nur durch das Grinsen ihres Führers H. C. Strache. Aber auch das entspricht der Verfassung des postnazistischen Subjekts, und so kann die Partei, je mehr sie diffundiert, vermutlich mit umso mehr Zuspruch aus der Bevölkerung rechnen, die sich ebenso nach dem Ausnahmezustand sehnt, wie sie ihn fürchtet.

Breivik ist der terroristische Quisling dieses postnazistischen Subjekts. Nicht die Fehler der NSDAP wiederholen: Das ist der Kern seiner Methode – und zum Ungeheuerlichen dieser Methode gehört auch, wie viel an Vorwand sie dem linken Antisemitismus liefert und noch liefern wird.

Source: Lizaswelt

»Palästina ist ein geografisches Gebiet, keine Nationalität«

Der in New York lebende Wissenschaftler, Unternehmer und Publizist Eli E. Hertz hat im Januar 2009 einen aufschlussreichen  Aufsatz auf seiner Website Myths and Facts veröffentlicht: »Palestinians«.

Die Araber erfanden in den 1960er Jahren eine besondere nationale Identität namens Palästinenser, eigens um des politischen Vorteils willen. Sie brandmarken Israelis als Invasoren und behaupten, das Palästina genannte geografische Gebiet gehöre exklusiv den Arabern. Dabei ist das Wort »Palästina« noch nicht einmal ein arabisches. Es ist vielmehr eines, das um das Jahr 135 unserer Zeitrechnung von den Römern geprägt wurde, in Anlehnung an den Namen eines seefahrenden ägäischen Volkes, das in der Antike an der Küste von Kanaan siedelte – die Philister. Das Wort wurde gewählt, um den Namen Judäa zu ersetzen, als Zeichen dafür, dass die jüdische Souveränität im Zuge der jüdischen Revolten gegen Rom ausgelöscht wurde.

Im Laufe der Zeit wurde der lateinische Name Philistia zu Palistina oder Palästina verballhornt. Während der folgenden 2.000 Jahre war Palästina niemals ein unabhängiger Staat, der irgendeinem Volk gehört hätte, noch tauchte während der 1.300jährigen muslimischen Hegemonie unter arabischer und osmanischer Herrschaft in Palästina ein palästinensisches Volk auf, das sich von anderen Arabern unterschieden hätte.

Palästina war und ist ausschließlich eine geografische Bezeichnung. Darum ist es nicht überraschend, dass das Wort »Palästinenser« in der Neuzeit zur Bezeichnung aller Einwohner – jüdischer wie arabischer – des Gebietes zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan benutzt wurde. Tatsächlich bevorzugten es die meisten Araber in Palästina vor den 1960er Jahren, sich lediglich als Teil der großen arabischen Nation oder als Bürger »Südsyriens« zu identifizieren.

Des Begriffs »Palästinenser« bemächtigten sich die Araber in den 1960er Jahren; es war eine von Yassir Arafat initiierte Taktik, um die Juden als Eindringlinge in anderer Leute Garten zu brandmarken. Arafat stellte die arabischen Bewohner Israels, des Gazastreifens und des Westjordanlandes als indigene Einwohner seit Urzeiten dar. Diese erdichtete Nationalität erlaubte es den palästinensischen Arabern, als eine Nation, die einen unabhängigen Staat verdiene, mit den Juden Parität zu erlangen.

In einem Interview, das Zahir Musein, ein Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, im März 1977 der holländischen Zeitung Trouw gab, gab er zu: »Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes – weil das arabische Interesse es erfordert, dass wir die Existenz eines unterscheidbaren palästinensischen Volkes postulieren, um es dem Zionismus entgegenzustellen.«

Unzählige offizielle Dokumente aus der Zeit des britischen Mandats sprechen von »den Juden« und »den Arabern« Palästinas – nicht von »Juden und Palästinensern«. Ironischerweise wurde das Wort »Palästina« – bevor die ortsansässigen Juden 1948 anfingen, sich als »Israelis« zu bezeichnen (der Name »Israel« wurde damals für den neu geschaffenen jüdischen Staat gewählt) – fast ausschließlich im Hinblick auf Juden und die von jüdischen Immigranten im frühen 20. Jahrhundert vor der Unabhängigkeit geschaffenen Institutionen benutzt.

Einige Beispiele:

  • Die 1932 gegründete Jerusalem Post nannte sich bis 1948 Palestine Post.
  • Die Bank Leumi L’Israel nannte sich Anglo-Palestine Bank.
  • Die Jewish Agency – ein Arm der zionistischen Bewegung, der sich seit 1929 für die jüdische Besiedlung engagierte – nannte sich Jewish Agency for Palestine.

  • Die Zeitung des amerikanischen Zionismus in den 1930er Jahren hießNew Palestine.
  • Das heutige Israel Philharmonic Orchestra, gegründet 1936 von deutschen Juden, die aus Nazideutschland geflohen waren, nannte sichPalestine Symphony Orchestra. […]

Ermutigt von ihrem Erfolg beim historischen Revisionismus und bei der Gehirnwäsche der Welt mit der »großen Lüge« von der Existenz eines palästinensischen Volkes, haben die palästinensischen Araber in jüngster Zeit angefangen zu erzählen, sie seien Nachfahren der Philister und sogar der steinzeitlichen Kanaaniter. Auf der Basis dieses Mythos können sie behaupten, sie seien den Juden zweimal zum Opfer gefallen: erst den Israeliten bei der Eroberung Kanaans, dann den Israelis der Neuzeit – ein totales Märchen. Archäologen zufolge waren die Philister ein Mittelmeervolk, das um das Jahr 1100 vor unserer Zeit entlang der Küste Kanaans siedelte. Es hatte keine Verbindung zur arabischen Nation, einem Wüstenvolk, das von der Arabischen Halbinsel stammt.

Und als ob dieses Märchen noch nicht genug wäre, behauptete Arafat, die palästinensischen Araber seien »Nachfahren der Jebusiten«, die vertrieben worden seien, als König David Jerusalem eroberte. Arafat behauptete auch: »Abraham war ein Iraker.« An einem Heiligabend verkündete er, dass »Jesus ein Palästinenser« gewesen sei. Eine groteske Behauptung, die die Worte von Hanan Ashrawi, einer arabischen Christin, wiederholte, die in einem Interview am Rande der Madrider Konferenz 1991 gesagt hatte: »Jesus Christus wurde in meinem Land geboren« und behauptete, sie sei »Nachfahre der ersten Christen« – Jünger, die das Evangelium rund um Bethlehem verbreiteten, gut 600 Jahre vor der arabischen Eroberung. Wenn ihre Behauptung wahr wäre, wäre das gleichbedeutend mit dem Bekenntnis, dass sie eine Jüdin ist!

Die Widersprüche sind also offensichtlich. Palästinensische Führer behaupten, die Nachfahren der Kanaaniter, der Philister, der Jebusiten und der ersten Christen zu sein; sie kooptieren Jesus und ignorieren seine Zugehörigkeit zum Judentum, während sie gleichzeitig behaupten, die Juden seien kein Volk und hätten niemals die Heiligen Tempel in Jerusalem errichtet. […]

Nur zweimal in seiner Geschichte diente Jerusalem als nationale Hauptstadt: Zum ersten Mal, als es die Hauptstadt des jüdischen Gemeinwesens während der Perioden des Ersten und des Zweiten Tempels war, wie es in der Bibel beschrieben ist und von archäologischen Belegen sowie zahlreichen antiken Dokumenten bekräftigt wird. Das zweite Mal in der Neuzeit als Hauptstadt des Staates Israel. Es war nie eine arabische Hauptstadt, aus dem einfachen Grund, weil es nie einen arabischen palästinensischen Staat gab.

Die im Namen der Palästinenser vorgebrachte Rhetorik arabischer Führer klingt unglaubwürdig, denn die Araber in den Nachbarländern, die 99,9 Prozent des Landes im Nahen Osten kontrollieren, haben nie eine palästinensische Entität anerkannt. Sie haben Palästina und seine Bewohner immer als Teil der großen »arabischen Nation« betrachtet, historisch und politisch als einen wesentlichen Bestandteil von Groß-Syrien – Suriyya al-Kubra –, eine Bezeichnung, die beide Seiten des Jordans umfasst. In den 1950er Jahren hat Jordanien die Westbank einfach annektiert, da ihre Bevölkerung als die Brüder der Jordanier galt. […]

Die Araber gründeten keinen palästinensischen Staat, als die UN einen Teilungsplan vorlegte, der einen jüdischen und einen arabischen (und nicht etwa einen palästinensischen) Staat zum Ziel hatte. Auch während der zwei Jahrzehnte vor dem Sechstagekrieg, als die Westbank unter jordanischer und der Gazastreifen unter ägyptischer Kontrolle waren, haben die Araber keinen palästinensischen Staat anerkannt oder gegründet – noch haben die Palästinenser in dieser Zeit nach Autonomie oder Unabhängigkeit gerufen.

1937 – also lange vor der Entscheidung von 1967, ein »Palästinenser« genanntes neues arabisches Volk zu schaffen –, als das Wort »palästinensisch« noch mit jüdischen Unternehmungen assoziiert wurde, sagte Auuni Bey Abdul-Hadi, ein örtlicher arabischer Anführer vor einem britischen Untersuchungsausschuss, der Peel Commission, aus: »Es gibt kein solches Land [Palästina]! Palästina ist ein Begriff, den die Zionisten erfunden haben! In der Bibel gibt es kein Palästina. Unser Land war über Jahrhunderte hinweg ein Teil Syriens.« Der arabische Historiker Philip Hitti sagte 1946 vor dem Anglo-American Committee of
Inquiry, welches ebenfalls als Untersuchungsausschuss fungierte: »So etwas wie Palästina existiert in der [Arabischen] Geschichte nicht, absolut nicht.« […]

Es gibt bereits einen palästinensischen Staat und ein palästinensisches Volk, in allen Aspekten mit Ausnahme des Namens: Über 70 Prozent aller Jordanier sind palästinensische Araber. Den Briten wurde 1920 ein Mandat über Palästina übertragen, um die Balfour-Deklaration von 1917 umzusetzen, die »die Errichtung einer jüdischen Heimstatt in Palästina« forderte – ein geografischer Begriff, der das westliche Palästina (das heutige Israel und die Westbank) und Ostpalästina (das heutige Jordanien) umfasste. 1923 wurde Ostpalästina, das 77 Prozent des Mandatsgebietes ausmachte, herausgeschnitten, um die Araber zu beschwichtigen, die sich der Idee einer Rückkehr der Juden in ihr altes jüdisches Heimatland widersetzten.

Dieser Teil wurde ein separates Mandat, und im Jahr 1946 wurde Ostpalästina das Haschemitische Königreich Transjordanien (das später in »Jordanien« umbenannt wurde, nachdem die Jordanier die Westbank besetzt hatten) – ein Land, das heute in jeder Hinsicht außer dem Namen nach ein palästinensischer Staat ist, herausgearbeitet aus dem Mandatsgebiet Palästina. 70 Prozent der Jordanier sind palästinensische Araber, und Palästinenser besetzen Schlüsselpositionen in der jordanischen Regierung und Wirtschaft. Sogar die Königin – Rania, die Frau König Abdullahs des Zweiten – ist Palästinenserin. Die übrigen 30 Prozent der jordanischen Bevölkerung sind Beduinen, die von der Arabischen Halbinsel stammen, die aus Mekka stammende jordanische Königsfamilie inbegriffen.

Doch die Araber sind nicht zufrieden mit einer palästinensischen politischen Entität namens Jordanien, in der sie die unangefochtene Mehrheit stellen und die politische Maschinerie und das Territorium für Selbstbestimmung haben. Stattdessen wollen sie einen weiteren Staat, denn 21 arabische Staaten sind nicht genug – und ein jüdischer Staat ist einer zu viel.

Source: Lizaswelt

Warum Newt Gingrich Recht hat

Es gibt in Deutschland ein ungeschriebenes Gesetz, wonach kein Artikel über den Nahen Osten erscheinen sollte, der nicht die angebliche Seelenlage »der Palästinenser« berücksichtigt (was ja nie etwas anderes als eine bloße Spekulation und unsinnige Verallgemeinerung sein kann). Sie sind immer »frustriert«, »enttäuscht«, geplagt von »Befürchtungen« und »Zweifeln«. Ihr »Vertrauen« in »Europa«, die USA, »den Westen« und all »die Hoffnungen«, die sie angeblich in den »Friedensprozess« setzen, müssten dringend repariert werden, heißt es immer wieder. Interessanterweise wird solches niemals von Israelis gesagt. Haben die keine Hoffnungen, Befürchtungen und Zweifel? Jetzt also sind die Palästinenser mal wieder »bestürzt«, wie alle Zeitungen gleichlautend melden. Warum? Weil Newt Gingrich, der sich darum bewirbt, der Kandidat der Republikaner für das Amt des US-Präsidenten zu werden, die Palästinenser als »erfundenes Volk« bezeichnet hat. Sie seien tatsächlich Araber, so Gingrich, »und historisch Teil der arabischen Gemeinschaft«.

Was ist falsch an dieser Aussage? Nichts – außer, dass durch sie ein allgemein verbreitetes Glaubensbekenntnis in Frage gestellt wird. Da ist es nicht überraschend, dass in den Anti-Gingrich-Artikeln und -Kommentaren keine Gegenargumente vorgebracht werden, sondern – abgesehen von Berichten über die angebliche »Bestürzung« in Gaza und Ramallah – vor allem Ad-hominem-Angriffe (in nur zwei Artikeln über Gingrichs Äußerungen nannte dieSüddeutsche Zeitung ihn insgesamt dreimal ein »Raubein«).

Wenden wir uns den wenigen zu, die versuchen (oder vorgeben), sich mit den Fakten zu beschäftigen. Da ist etwa George S. Hishmeh, ein Kolumnist der englischsprachigen arabischen Internetpublikation Gulf News, der einen ägyptischen Professor kennt, welcher sich daran »erinnert«, dass eine »bekannte historische Publikation« die Gründung Palästinas einmal auf das Jahr 3000 oder 2500 vor unserer Zeitrechnung datiert habe. Wer traute sich da zu widersprechen? Auf Resonanz bei einem liberalen Publikum spekuliert offenbar ein auf derselben Website erschienener Beitrag, in dem es heißt, alle Nationen seien erfunden, die amerikanische auch. Der Gegensatz zwischen beiden Argumenten könnte nicht größer sein: Im einen Fall wird die Messlatte für die Legitimierung nationaler Bestrebungen extrem hoch gehängt (ein paar tausend Jahre Geschichte sollte man schon vorweisen können), im anderen extrem niedrig (ist doch sowieso alles egal). Für einen der beiden Standpunkte sollten sich die Fürsprecher des »palästinensischen Volkes« einmal entscheiden. Wollen sie pragmatisch sein, auf angebliche Traditionen und jegliches nationalistische Gedöns verzichten? Dann könnte der Nahostkonflikt schon morgen in Verhandlungen beendet werden.

Oder beharren sie auf ihrer Blut-und-Boden-Argumentation samt jahrtausendelanger Geschichte des »palästinensischen Volkes« und der exklusiven Reklamation ganz Palästinas für die Araber? In diesem Fall müssen sie damit leben, dass andere Menschen ihre falschen Argumente unter die Lupe nehmen und ihnen widersprechen. Newt Gingrich hat das nun an prominenter Stelle getan und ist mit seiner Meinung nicht allein. »Palästina ist ein geografisches Gebiet, keine Nationalität«, sagt auch der in New York lebende Wissenschaftler, Unternehmer und Publizist Eli E. Hertz. Einen aufschlussreichen Ausschnitt aus seinem im Januar 2009 auf seiner Website Myths and Facts veröffentlichten Essay »Palestinians« hat Stefan Frank für Lizas Welt mit freundlicher Genehmigung des Autors erstmals ins Deutsche übersetzt.

Gute Juden, schlechte Juden

Nachdem ich kürzlich erfahren habe, dass ich angeblich einer „rechtsradikalen nationalistischen jüdischen Gruppierung“ angehöre, die nicht nur vehement für ein „araberreines Israel“ kämpfen, sondern auch noch dazu dem „eh schon vorhandenen Antisemitismus in Deutschland Vorschub leisten“ soll, war ich doch einigermaßen überrascht. Denn der Logik, wonach Juden selbst für Antisemitismus verantwortlich sein sollen, bedienten sich ja eigentlich bislang eher nur professionelle Antisemiten. Nun jedoch kommt sie von Klaus Kufner, einem österreichischem Blogger und „Vater dreier jüdischer Kinder”, der mir in seinem aufschlussreichen Traktat nicht nur allerhand kriminelle Energie nachsagt, sondern darin zugleich zwischen guten und schlechten Juden unterscheidet.

Die guten Juden, das sind diejenigen, die sich pausenlos über israelische Wohnungen in der israelischen Hauptstadt empören, ihren nicht-jüdischen Freunden die Werke Uri Avernys ans Herz legen und in ihrer Freizeit gerne Daniel Barenboim – Konzerte besuchen. Manche von ihnen geben auch „israelkritischen“ Blättchen wie der NRHZ oder der „Freiheitsliebe“ Interviews und halten im Anschluss Vorträge über Antisemitismus bei der „antizionistischen“ Linkspartei. Kurz: Die guten Juden sind in Deutschland perfekt integriert. Auch Klaus Kufner gehört zu dieser Gruppierung. Denn der kluge Mann aus Österreich weiß, dass nicht etwa der Iran, sondern vielmehr eine läppische Meinungsverschiedenheit über einen arabisch-israelischen Waldorfkindergarten das wahre Hindernis für den Weltfrieden darstellt.

Und dann gibt es halt leider auch noch die „rechtsextremen“ Nestbeschmutzer. Das sind die schlechten Juden. Die erkennt man daran, dass sie lieber zur Iran-Demo anstatt zur „Lichterkette gegen das Vergessen“ gehen. Während die guten Kollegen Barenboim lauschen, sitzen sie lieber mit Pina Colada im Liegestuhl am Strand von Tel Aviv. Darum finden sie es auch nicht so prickelnd, wenn Israel geraten wird, sich doch endlich mal mit der Hamas in den sicheren Selbstmord zu dialogisieren. Außerdem sind die schlechten Juden eigentlich viel zu unbequem und stellen ständig lästige Fragen – mitunter auch zu einem Verein, der auf den ersten Blick rechtlich nicht koscher zu sein scheint. Das nennt man dann übrigens „digitale Lynchjustiz“ (Kufner) und „NSDAP Niveau“, wie ich in der Kommentarspalte meines Blogs soeben erfuhr. Kurz: Die schlechten Juden sind die neuen Nazis.

Und das will nicht nur der Hobby-Antisemitismusforscher Klaus Kufner suggerieren, dem wir diese bahnbrechende Erkenntnis zu verdanken haben, sondern möglicherweise auch Ruprecht Polenz, der dessen Ergüsse zustimmend auf seiner Facebook-Pinnwand verlinkte.


Jennifer Nathalie Pyka, München, Bayern, Germany,
Bachelor of Arts (Politikwissenschaft), 22 Jahre jung.

The parallels between Nazism and Islamism

Paul Belien, The Washington Times:

During the Second World War, the Nazis worked on plans to build the “Amerikabomber,” an airplane specially devised to fly suicide missions into Manhattan’s skyscrapers.

Albert Speer, the Nazi minister for armaments, recalled in his diary: “It was almost as if [Hitler] was in a delirium when he described to us how New York would go up in flames. He imagined how the skyscrapers would turn into huge blazing torches. How they would crumble while the reflection of the flames would light the skyline against the dark sky.” Hitler hated Manhattan. It was, he said, “the center of world Jewry.” Less than 60 years later, Hitler’s plans were executed by Muslim immigrants living in Germany. At the 2003 trial of the network around Mohamed Atta (the pilot who flew into the World Trade Center), Shahid Nickels, a German convert to Islam and a friend of Atta’s, said that the Islamists had targeted Manhattan because it is “the centerof world Jewry, and the world of finance and commerce controlled by it.”

The parallels between Nazism and Islamism are overwhelming. Yet the subject is a taboo. When last March the German historian Matthias Kuentzel, author of “Jihad and Jew-Hatred: Islamism, Nazism and the Roots of 9/11,” was to give a lecture at the University of Leeds (Britain), the university authorities cancelled the lecture after threats from Muslim students.

There is a war going on between the Jihadists and the West. We are losing the battle because, as so often in man’s history, our political leaders think that they are still fighting the previous war. Europeans who warn against the danger of Islamism are considered – and sometimes even prosecuted – as xenophobes, racists, even neo-Nazis.

The European Left, in league with the Islamists, is constantly reminding the Europeans of Hitler and the Nazis, accusing Europe’s identity, the very core of its being, of being intrinsically evil. Hence, attempts to rob Europe of its identity are seen as “good,” even when those eager to eradicate this identity leave no doubt that they will erad
icate the Jews first.

Unfortunately, some American “conservatives” are also blind. Last year, Ralph Peters wrote in the New York Post that Europe’s identity is stained by “ineradicable viciousness.” He said that the Europeans are “world-champion haters,” who have “perfected genocide and ethnic cleansing.” Mr. Peters’ message is similar to that of Ayyub Axel Koehler. Last June, Mr. Koehler, a convert to Islam and the chairman of the German Council of Muslims, told German church leaders that Europe should be ashamed of the “trail of blood” that it had left throughout the world down the centuries.

To some, defending Europe’s identity is seen as a characteristic of neo-Nazism, while they fail to realize that Hitler’s real successors are the Jihadists. To many Europeans it now seems that the only way in which Europe can atone for the crimes of the holocaust is by looking on passively while others prepare a new holocaust.

And so, ironically, Hitler will get his way and win the war after all. Contrary to what is generally acknowledged, the Fuehrer did not care about Europe’s or even Germany’s identity. Those European nationalists who today take their inspiration from Charles Martel, the Germanic leader who beat the Arabs in 732 at the Battle of Tours, cannot be neo-Nazis for the simple reason that Hitler explicitly wished Martel had lost the battle.

“Had Charles Martel not been victorious,” Hitler told his inner crowd in August 1942, “then we should in all probability have been converted to Mohammedanism, that cult which glorifies the heroism and which opens up the seventh Heaven to the bold warrior alone. Then the Germanic races would have conquered the world.” Hitler told Albert Speer that Islam is “perfectly suited to the Germanic temperament.” If the Muslims had won in Tours, the whole of Europe would have become Muslim in the 8th century and “the conquering Arabs, because of their racial inferiority, would in the long run have been unable to contend with the harsher climate and conditions of [Europe]. They could not have kept down the more vigorous natives, so that ultimately not Arabs but Islamized Germans could have stood at the head of this Mohammedan Empire.”

Today, Germany, like the rest of Western Europe, is rapidly turning Islamic. In addition to the many Muslim immigrants, 4,000 Germans convert to Islam each year. As always the converts are among the most radical. Last September, Fritz Gelowicz and Daniel Schneider, two young German converts to Islam, were arrested as they were preparing to bomb Frankfurt International Airport. Hitler would have been proud of them. And he would have loathed the so-called “racists” who worry about their country losing its national identity.

This piece was originally published in The Washington Times on November 7, 2007 .

Source: Brusselsjournal

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“Had Charles Martel not been victorious,” Hitler told his inner crowd in August 1942, “then we should in all probability have been converted to Mohammedanism, that cult which glorifies the heroism and which opens up the seventh Heaven to the bold warrior alone. Then the Germanic races would have conquered the world.” Hitler told Mr. Speer that Islam is “perfectly suited to the Germanic temperament.”

ARTWORK: Charles Martel de Steuben from 1834 till 1837

Source

Roots of Islamic Anti-Semitism

There is a profound debate at the heart of recent revelations in the evil nexus between Nazism and Islamism.

Melanie Phillips emphasises (or “highlights”) the Naziroots of Muslim antisemitism, as put forth by Matthias Kuentzel’s in his forthcoming book Jihad and Jew-Hatred: Islamism, Nazism and the Roots of 9/11. But this runs contrary to the  arguments put forth in Andrew Bostom’s  The Legacy of Jihad 
and his 
The Legacy of Islamic Antisemitism.


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In his article at American thinker “Kabaa rage,” Bostom writes of

conspiratorial Jew hatred, as part of the warp and woof of Islam’s foundational text and history  manifested itself repeatedly for more than a millennium prior to the advent of Nazism. Invoking “Nazis” does nothing to explain phenomena such as the 13th century conspiratorial Jew hating accusations, replete with Koranic references, leading to pogroms that accopanied the assassination of Jewish vizier Sa’d ad-Dawla

From the American Thinker:

Might contemporary “Kabaa rage,” — directed, curiously, at a New York structure — be related to the Muslim world’s obsession with Jewish conspiracies against Islam? They date back to Islam’s foundational texts, and history.

 

Koran 5:64, for example (“They [the Jews] hasten about the earth, to do corruption there”) reads like an ancient antecedent to “The Protocols of the Elders of Zion,” and was cited in this context during a January 2007 speech by Palestinian President Mahmoud Abbas.

 

After Muhammad’s conquest of the Jewish farming oasis at Khaybar, the hadith and sira (early pious Muslim biographies of Muhammad) refer to an event which updates with impeccable logic the Koranic curse upon the Jews (2:61 /3:112) for having wrongfully slain Allah’s earlier prophets — a Khaybar Jewess is accused of serving the Muslim prophet poisoned mutton (or goat), leading ultimately to his protracted and painful death. Ibn Sa‘d’s sira (Kitab Al-Tabaqat Al-Kabir) focuses on the Jewish conspiracy behind this alleged poisoning of Islam’s prophet.

An additional profoundly anti-Jewish motif occurring after the events recorded in the hadith and sira, put forth in early Muslim historiography (for example, by Tabari), is found in the story of Abd Allah b. Saba. An alleged renegade Yemenite Jew, and founder of the heterodox Shi’ite sect, he is held responsible — identified as a Jew — for promoting the Shi’ite heresy and fomenting the rebellion and internal strife associated with this primary breach in Islam’s “political innocence,” culminating in the assassination of the third Rightly Guided Caliph Uthman, and the bitter, lasting legacy of Sunni-Shi’ite sectarian strife.

Not surprisingly then, conspiratorial accusations against Jews  in late 13th century Baghdad included alleged plans to attack Mecca itself and convert the Kabaa to a heathen temple!
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The Sad Case of Sa‘d ad-Daula 

The brief rise and calamitous fall of Sa‘d ad-Daula, which mirrored the experience of his Jewish co-religionists, took place during this Mongol epoch. Sa‘d ad-Daula was a Jewish physician, who successfully reformed the Mongol revenue and taxation system for Iraq. In recognition of these services, he was appointed by the Mongol emperor Arghun (who reigned from 1284-1291) to the position of administrative Vizier (in 1289) over Arghun’s Empire. Despite being a successful and responsible administrator (which even the Muslim sources confirm), the appointment of a Jew as the Vizier of a heathen ruler over a predominantly Muslim region, aroused the wrath, predictably, of the Muslim masses.

 

According to modern historian Walter Fischel, this reaction was expressed through (and exacerbated by) “…all kinds of [Muslim] diatribes, satirical poems, and libels”. Ibn al-Fuwati (d. 1323), a contemporary Muslim historian from Baghdad, recorded this particularly revealing example which emphasized traditional anti-Jewish motifs from the Qur’an:

In the year 689/1291 a document was prepared which contained libels against Sa‘d ad-Daula, together with verses from the Qur’an and the history of the prophets, that stated the Jews to be a people whom Allah hath debased…

Another contemporary 13th century Muslim source, notes Fischel, the chronicler and poet Wassaf,

“…empties the vials of hatred on the Jew Sa‘d ad-Daula and brings the most implausible accusations against him.”

These accusations included the claims that Sa‘d had advised Arghun to cut down trees in Baghdad (dating from the days of the conquered Muslim Abbasid dynasty), and build a fleet to attack Mecca and convert the cuboidal Kabaa  to a heathen temple. Wassaf’s account also quotes satirical verses to demonstrate the extent of public dissatisfaction with what he terms “Jewish Domination.”

Statt Steinigung: Iranerin Aschtiani soll erhängt werden

Ihr Fall hatte große Aufmerksamkeit auf sich gezogen: die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Aschtianti soll nun durch den Strang hingerichtet werden.

Vor Jahren verurteilte Iran die angebliche Ehebrecherin Sakine Mohammadi Aschtiani. Foto: dpa

Die Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani, deren Schicksal seit Jahren weltweit für Entrüstung sorgt, muss weiterhin mit ihrer Hinrichtung rechnen. Die ursprünglich vorgesehene Steinigung könne in eine Hinrichtung durch Strangulieren umgewandet werden, sagte am Sonntag der Chef der Justizverwaltung in der Provinz West-Aserbaidschan, Malek Aschdar Scharifi.

Gegen Aschtiani seien wegen Ehebruchs eine Todesstrafe durch Steinigung und wegen Ermordung ihres Mannes zehn Jahre Gefängnis verhängt worden, sagte Scharifi. Da er nicht über „die Mittel zur Vollstreckung der Steinigung“ verfüge, kommen nun das Erhängen in Betracht. Er warte auf eine Entscheidung der religiösen Instanzen.

„Wir haben es nicht eilig“, sagte Scharifi.

Die Todesstrafe gegen Aschtiani wurde im Jahr 2006 verhängt. Vor einem Jahr zog ihr Schicksal in Deutschland große Aufmerksamkeit auf sich, weil im Zusammenhang mit Recherchen zu dem Thema zwei Reporter der „Bild am Sonntag“ mehrere Monate lang im Iran festgehalten wurden. Sie kamen erst nach rund vier Monaten im Februar wieder frei.

Die Reporter waren im Oktober 2010 festgenommen worden, als sie den Sohn Aschtianis interviewten. Den Reportern wurde vorgeworfen, ohne entsprechendes Visum als Journalisten gearbeitet zu haben.

(AFP: Tagesspiegel, 25.12.2011)

Source

Daily Caller’s Tucker Carlson wins online auction for dinner with Bill Ayers



Tucker Carlson wins online auction for dinner with Bill Ayers

By Jamie Weinstein Published: 10:46 PM 12/18/2011 | Updated: 5:25 PM 12/19/2011

Daily Caller editor-in-chief Tucker Carlson will have a very special dinner date before the end of 2012 — with Bill Ayers. Yes, that Bill Ayers.



Bill Ayers and Bernadine Dohrn (Ex-SDS & Weathermen)


Carlson donated $2,500 to the Illinois Humanities Council for the honor of supping on a home-cooked meal at the Illinois home of Ayers and his wife, Bernardine Dohrn — both unrepentant leaders of the terrorist Weather Underground.

“I bought the auction dinner because I support the important work of the Illinois Humanities Council,” Carlson emailed The Chicago Tribune. “Anything I can do to help.”

Conservatives slammed Barack Obama during the 2008 presidential race for his association with Ayers. Arizona Sen. John McCain’s running mate, former Alaska Gov. Sarah Palin, famously knocked Obama on the stump for “palling around with terrorists.” While she didn’t mention Ayers by name, it was widely understood that is who she was referring to.

Carlson’s winning dinner bid entitles him to bring up to six people. The dinner must be arranged at a mutually agreed-upon date before October 2012.

Those still itching to hang out with the Weather Underground clan still have a chance. An opportunity to go to a Chicago Cubs game with Dohrn is still up for auction through Monday.

According to the Chicago Tribune, “The humanities council is an educational nonprofit group that organizes lectures, presentations, performances, exhibits and cultural events.” It was founded in 1973 as a state affiliate of the National Endowment for the Humanities, but later became a private non-profit organization. It continues to receive annual funding from the federal government.


Source

The following dispute evolved:

1.       beebop: He should take five severely
disabled American Veterans to show these disicable people what BOMBS actually
do. 
Good for Tucker.

2.      
Isioma:
How many bombs did the veterans drop on innocent Vietnamese peasants?

3.      
dogtown:
None!

4.      
Kungfoochimp:
How nice of you to take a break from reciting the Vagina Monologues while
squatting over a small hand mirror to join us.

5.      
LePietro:
How come that Ayers is even walking around free ? How did he manage to stay
alive this long with all the people that hate him ?

6.      
LePietro:
Why don’t you ask a few Vets that yourself ? I don’t remember people
volunteering for that war you asshole

7.      
Isioma:
A lot of draftees escaped to Canada, Sweden, and elsewhere. Muhammad Ali found
a different way not to kill up to 1.5 million Vietnamese. Keep your foul
language to yourself.

8.      
clw:
Your logic is flawed; and FYI, you ASK people not to do things, you don’t TELL
them what to do.

9.      
LePietro:
This is just some troll. he misses the 1970’s and the weather underground
trying to blow people up .I guess Ayers is a friend of his. Maybe this is Ayers
. He can troll better than most. What A buzz kill. I was having fun

10.  
LePietro:
Ali was a celebrity. Who are you tell me to keep my  FUCKING foul language to myself ? You have
some sway at the DC ? Calling veterans murderers and you are put off by
profanity ?

11.  
LePietro:
My language is nowhere near as foul as you suggesting Vets are women & baby
killers. I had two brothers and my Uncle in that war and I promise , they did
not want to be there. Why the hell you bring up Nam ?

12.  
Isioma:
The USA stepped in for the French to continue their colonial war. In fact it
was the liberals: Kennedy and Johnson. You are right that the draftees didn’t
want to go there but instead of resisting they followed orders. Instead of
helping the ones who did resist Ayers and his cohorts followed the government’s
logic: Throw bombs. They, of course, believed they could prevent more bombs on
the Vietnamese this way. You can’t talk about Ayers without reference to Nam.
That was his motive. I go with Ron Paul on this. The US never should have gone
there in the first place.

13.  
LePietro:
Thanks for your contribution

14.  
LePietro:
It would have been allot of peoples motive to snap his damn neck in the 1970’s.

15.  
LePietro:
That is two wrongs make a right. That is nuts. The whole 18 + year old
population trying to make a break for it in the 1960’s ? Ruin their lives ?
Some people want to see their parents again or their wife and kids rather than
be a fugitive or in jail. You don’t blame the kids that were drafted. No we
shouldn’t have been there and they shouldn’t have had to go there. So this
idiot thinks he will make a statement by answering violence with violence ? A
little collateral damage ?  Ron Paul
would advocate none of that. He served in the military. If he hadn’t , he would
never have come home, be a doctor, marry his wife, have a son, and served in
congress and now running for the presidency.He would have been persona non
grata. You are one of them aren’t you ? 
Don’t be ashamed. You talk so boldly of defying the authorities and
flinging a few bombs at american citizens . I wonder if I could get a waiver
like he did to toss bombs and be accepted back into society ? Really ,Common
man. Name yourself. You live in Chicago by chance ?

16.  
LePietro:
I can not believe the warped mental state that allows you to justify bashing
PSTD veterans as murderers and evidently Ayers as an american hero

17.  
LePietro:
Man, I wish my brothers could have you for about 1 minute

18.  
Isioma:
I am not bashing anyone. I feel sorry for your brothers that they had to go
through this. Kennedy and Johnson, later Nixon forced them to go. They are the
real culprits. Ayers just played the same game, only with opposite aims. For me
they are all criminals. Your brothers probably were misled and they didn’t know
any better, they probably didn’t have the means to resist the draft either. Ron
Paul served in the Air Force as a doctor. He didn’t have to fight anyone but he
said that the war was wrong.

19.  
LePietro:
Ok, lets make the peace. You are right about the war being wrong. I hated that
war and thought we would learn from it to never do the same thing again. And
here we are the last decade doing the same stupid things. I think we both have
the same point-of-view on that. At least I have the chance now at my age to try
with everyone elses help to pressure our government to stop this insanity

20.  
Isioma:
Thanks for your kind words. You are right, let’s stop the insanity of more
wars. I assume from your aka that you are a Christian. So, I wish you a Merry
Christmas.

21.  
LePietro:
Thank you man & since I will wish you a happy Holidays .